Barcelona (dpa) l Verkehrte Welt in der Mobilfunk-Branche: Der chinesische Herausforderer Hauwei nimmt die Platzhirsche ins Visier - und der Software-Gigant Microsoft drängt in die Entwicklungsländer. Huawei stellte auf dem Mobile World Congress in Barcelona ein Gerät an der Grenze zwischen Smartphone und Tablet vor, das Verbrauchern die Vorzüge beider Geräte in einem bieten soll.

Huaweis Kombi-Gerät mit dem Namen Mediapad X1 hat wie ein kleines Tablet einen Bildschirm mit 7-Zoll-Diagonale, man kann es aber auch wie ein Telefon nutzen. Es ist zugleich deutlich kompakter als andere Tablets mit ähnlicher Bildschirmgröße. Das Display nimmt 80 Prozent der Oberfläche ein, wie Huawei-Manager Richard Yu bei der Vorstellung betonte. Neben dem Mediapad X1 stellte Huawei auch eine weitere ungewöhnliche Kombination vor: Ein Headset, das sich zu einem Fitness-Armband umfunktionieren lässt. Es soll für 99 Euro auf den Markt kommen.

Microsoft setzt unterdessen die Anforderungen an die Hardware-Ausstattung von Windows-Phone-Geräten herunter. Damit solle eine Vielzahl auch günstiger Geräte auf den Markt kommen, sagte Microsoft-Manager John Belfiore in Barcelona. Neben Anbietern wie Samsung, HTC oder LG werden erstmals auch der chinesische Hersteller Lenovo und der Auftragsfertiger Foxconn Smartphones mit Microsofts Betriebssystem produzieren, wie Belfiore ankündigte. Microsofts Windows Phone war bisher angesichts hoher Anforderungen an die Hardware vor allem für teurere Geräte gedacht.

Smartphone-Marktführer Samsung wird sein neues Top-Modell Galaxy S5 vorstellen, kündigte unterdessen aber zwei neue Modelle seiner Computer-Uhr Gear an. Daten-Uhren dürften ein Schwerpunkt der Show werden - auch andere Hersteller wie Huawei und HTC stehen laut Medienberichten in den Startlöchern.

Samsungs neue Daten-Uhren laufen nicht mehr mit dem Google-System Android, sondern der hauseigenen Betriebssoftware Tizen. Die beiden Uhren, die im April auf den Markt kommen, sollen mit diversen Samsung-Geräten kompatibel sein. Google arbeitet nach Informationen des Technologiedienstes "CNET" an einer eigenen Datenuhr zusammen mit LG. Das Gerät solle im Juni groß vorgestellt werden.

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