Berlin (dpa) l Man kennt das vom Lebensmitteldiscounter: Der Joghurt oder das Müsli unbekannten Fabrikats stammt tatsächlich von einem großen Markenhersteller. Das gibt es auch bei Autoreifen, wie die Zeitschrift "Auto Bild" berichtet, die Sommerreifen getestet hat. Die Produkte der Zweit- oder Drittmarken sind demnach meist günstiger als die bekannten Qualitätsmarken, haben aber ähnliche Eigenschaften. Es kann sich also lohnen, die Herkunft eines Reifenfabrikats zu ermitteln. Dazu schlagen Käufer im Internet den Buchstaben-Code nach dem DOT-Kürzel auf der Reifenflanke nach. Der Code gibt Auskunft über den Hersteller des Reifens und das Werk, in dem er produziert wurde.

Die Zeitschrift hatte für ihren Test zunächst die Bremswege von 50 Sommerreifen der Dimension 225/50 R 17, die üblicherweise an Mittelklasse-Fahrzeugen zum Einsatz kommt, auf trockener und nasser Fahrbahn ermittelt. Testsieger wurde der zugleich teuerste Reifen: Ein Satz des Michelin Primacy 3 kostet laut der Zeitschrift rund 660 Euro. Ebenfalls mit der Bestnote "Vorbildlich" bewerteten die Tester den Pirelli Cinturato P7 Ecoimpact (640 Euro), den Continental SportContact5 (640 Euro), den Fulda SportControl (540 Euro) und den Goodyear EfficientGrip Performance (620 Euro). Weiter sechs Fabrikate wurden als "gut" bewertet, vier als "bedingt empfehlenswert".