Die Kartoffel besteht zu etwa 15 Prozent aus Kohlenhydraten. Das Problem: Zu viele Kohlenhydrate verursachen schnell wieder Hunger und blocken die Fettverbrennung.

Fachleute streiten, ob man in der Abnehmphase Kartoffeln meiden soll. Fakt ist: Die Deutschen sind seit gut 200 Jahren Kartoffelesser - kaum ein Mittag ohne die Knolle. Der Kompromiss: Viel Gemüse und Salat dazu - die darin enthaltenen Ballaststoffe bremsen die negativen Eigenschaften der Kohlenhydrate. In der Kantine: Salz- Pell- oder Folienkartoffel wählen. Pommes, Bratkartoffel und Püree in der Abnehmzeit weglassen. Kartoffeln wie eine Gemüse-Beilage ansehen, nicht als Sattmacher-Berg.

Vorsicht: Wer sich mit Reis auf der besseren Seite wähnt, kann daneben liegen. Auch Reis hat viele Kohlenhydrate! Wenn, dann ungeschälten Naturreis essen, da in der Schale viele Ballaststoffe stecken. Gut sind auch Vollkorn- oder Hartweizennudeln.

Zucker ist Kohlenhydrate pur. Zucker war früher das weiße Gold: rar und teuer. Im 19. Jahrhundert lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei 2 Kilo. Heute isst jeder Deutsche im Mittel 32 Kilo Zucker im Jahr. Direkt oder versteckt in Joghurt, Gebäck, Getränken, Pulver-Mix-Drinks mit Kakao oder Kaffee.

Unser Körper braucht Zucker. Aber die in Obst, Gemüse oder Milch natürlich enthaltenen Zuckerarten reichen meist völlig aus. Hinzu kommt ja noch die Stärke aus Brot, Kartoffeln, Reis und Nudeln, die in Zucker umgewandelt wird.

Eine Alternative zum Zucker ist Stevia, auch Süßkraut genannt. Die aus Südamerika stammende Pflanze ist seit 2011 in der EU zugelassen. Sie gibt Süße ohne Kalorien. Stevia kann man als Pulver, Tropfen oder Schokolade (Reformhaus) oder als Pflanze (Gartenmärkte) kaufen. Auch im Internet gibt es viele Anbieter.

Der älteste synthetische Zuckerersatz kommt aus Magdeburg: Saccharin. Der Entdecker und Chemiker Constantin Fahlberg sowie der Kaufmann Adolf List gründeten 1886 im Stadtteil Salbke die erste Saccharinfabrik. (js)