Hamburg (dpa) l Für die Steuererklärung am Computer müssen Verbraucher nicht mehr unbedingt ein Programm installieren. Inzwischen gibt es auch Webdienste, mit denen sich der Papierkram direkt im Browser erledigen lässt. In einem Test der Zeitschrift "Computerbild" (Ausgabe 8/2014) zeigen die Angebote aber Schwächen. So ist die Bedienung im Vergleich zu richtiger Steuersoftware entweder zu umständlich oder nur schlecht erklärt, Abstriche müssen Nutzer auch bei den Druckfunktionen machen.

Fehler fanden die Tester außerdem bei der Beratung, etwa bei der Überprüfung von Nutzereingaben: Drei der vier getesteten Webdienste arbeiten dabei unzuverlässig. Dazu kommen Fehler bei der Errechnung von Rück- oder Nachzahlung, in der Regel allerdings nur in zweistelliger Höhe. Ein Dienst lag aber sogar mehr als 6000 Euro daneben.

Insgesamt hat die Zeitschrift zehn elektronische Steuerassistenten getestet, darunter sechs Programme und vier Dienste. Für alle Softwarepakete gab es dabei ein "Gut": Richtig rechnen den Angaben nach fast alle, auch die Bedienung macht keine Probleme. Testsieger wurden zwei Programme von Buhl, knapp dahinter folgen die Angebote der Akademischen Arbeitsgemeinschaft und von Lexware.

In der Regel bieten die Hersteller zwei Varianten an: Eine abgespeckte Version für 15 Euro, die für die normale Einkommensteuererklärung ausreicht, und eine komplexere Version für Selbstständige und andere Fälle, die größeren Aufwand erwarten lassen. Dafür werden dann 30 bis 40 Euro fällig. Bei den Steuerassistenten im Browser belegt das Internet-Sparbuch von Buhl ebenfalls den ersten Platz. Mit einem Preis von 35 Euro ist es allerdings auch deutlich teurer als die Online-Konkurrenz: Hier kostet die Steuererklärung in der Regel um 15 Euro.