Magdeburg (vs) l Der Magen als Ort der Vorverdauung der Speisen kann von verschiedenen Krankheiten betroffen sein. Es wird vermutet, dass im Laufe des Lebens über die Hälfte der Bevölkerung mindestens einmal eine Magenerkrankung bekommt. Dazu gehören zum Beispiel Gastritis, Magenblutungen, Reizmagen bis hin zu Magentumoren. Um Früherkennungs- und Behandlungsmöglichkeiten geht es beim 112. Medizinischen Sonntag am 30. März 2014 um 10.30 Uhr im Uni-Hörsaal 1, Gebäude 26 (Nähe Uni-Bibliothek) in der Pfälzer Straße.

Die Referenten im Podium sind:

Prof. Dr. med. Peter Malfertheiner leitet seit 1995 die Universitätsklinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie in Magdeburg. Nach seiner Promotion war der gebürtige Südtiroler in seiner Heimat in Bozen und danach in Ulm tätig. Mitte der achtziger Jahre absolvierte er einen einjährigen Forschungsaufenthalt an der renommierten Mayo Klinik in Rochester in den USA. 1991 wurde er zum außerplanmäßigen Professor berufen, ein Jahr später erhielt er eine Professur an der Universität Bonn. 1995 nahm Peter Malfertheiner den Ruf auf die Professur für das Fach Gastroenterologie/Hepatologie an die Universität Magdeburg an. In den vergangenen Jahren wurde dem Magen- und Darmspezialisten die Ehrendoktorwürde der Semmelweis-Universität Budapest, der Universität Athen und der rumänischen Universität in Turgu Mures verliehen. Sein bisheriges Wirken hat dazu geführt, dass sich Magdeburg zu einem international anerkannten Zentrum für Magen-Darmerkrankungen entwickelt hat, insbesondere bei der Erforschung des Magenbakteriums Helicobacter pylori sowie Erkrankungen der Speiseröhre und der Bauchspeicheldrüse.

Dr. med. Arne Kandulski hat Humanmedizin an der Otto-von-Guericke-Universität studiert mit Auslandsaufenthalten am Universitätsspital Zürich und am Karolinska Institut in Stockholm, Schweden. Seit 2007 ist er als Assistenzarzt an der Universitätsklinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie Magdeburg tätig. Im selben Jahr promovierte er. In seiner klinischen Tätigkeit ist Dr. Kandulski verantwortlich für das gastroenterologische Funktionslabor sowie in der Ambulanz für die Sprechstunde für Motilitätsstörungen und gastroösophageale Refluxerkrankung. Des Weiteren liegt ein klinischer Schwerpunkt in der Durchführung diagnostischer und interventioneller endoskopischer Untersuchungen sowie in der Betreuung von Patienten als Stationsarzt.

Wissenschaftlich beschäftigt sich Dr. Kandulski mit Untersuchungen zur Charakterisierung von Veränderungen in der Schleimhaut von Patienten mit gastroösophagealer Reflux- erkrankung und sogenanntem funktionellem Sodbrennen.

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