Düsseldorf (dpa) l Wer als Chef motivierte Mitarbeiter haben möchte, sollte mit gutem Beispiel vorangehen. "Die beste Motivation für Angestellte ist ein Chef, der für seine Arbeit brennt", erklärt Motivationstrainer Dirk Schmidt. Wer aber bloß redet und nicht handelt, wird nicht ernst genommen: "Müssen die Angestellten Überstunden machen, sollten Führungsleute sich nicht um 17.00 Uhr vom Acker machen." Mitarbeiter sind auch motivierter, wenn ihre Chefs sie mitbestimmen lassen. So sollten Vorgesetzte ihre Untergebenen zum Beispiel selbst entscheiden lassen, in welcher Reihenfolge sie ihre Aufgaben bearbeiten. Außerdem sollte Spaß im Büroalltag nicht zu kurz kommen. "Warum nicht einen Tischkicker im Kaffeeraum aufstellen oder zusammen Mittagessen gehen?", schlägt Schmidt vor.

Darüber hinaus sollten Chefs versuchen, ihre Mitarbeiter regelmäßig zu loben. Dabei sei vor allem wichtig, dass es zeitnah geschehe und nicht nur im jährlichen Feedback-Gespräch.

Bei der Motivation hapert es bei einigen Beschäftigten: Jeder sechste erwachsene Arbeitnehmer (17 Prozent) in Deutschland hat innerlich bereits gekündigt, wie eine am Montag vorgestellte Umfrage des Beratungsunternehmens Gallup ergeben hat. Damit ist der Wert seit dem Vorjahr allerdings um 7 Prozentpunkte gesunken. Zugleich hängen die Beschäftigten stärker an ihrem Job: 83 Prozent haben zumindest eine geringe emotionale Bindung - im Vorjahr waren es erst 76 Prozent.