Die "test"-Liste der Elektro-Rasenmäher

  1. Viking ME 339.0: Note 2,4
  2. Wolf-Garten Amb. 34E: 2,5
  3. Al-Ko 34E Comfort: 2,6
  4. Hellweg/Pantiflor ER: 2,7
  5. Obi/Lux E1400/35: 3,1
  6. Einhell RG-EM 1233: 3,3
  7. Sabo 32-EL TurboStar: 3,3
  8. Gardena PowerM 32E: 3,4
  9. Bauhaus/Gardol GEW34: 3,8
  10. Wolf-Garten BlueP 34E: 4,0
  11. Bosch Rotak 32: 4,1

Magdeburg l Die Halmspitzen müssen ab, auf dem englischen Rasen genauso wie auf einer Wiese. Rasenmäher sind die wichtigsten Helfer beim regelmäßigen Trimm. Die Stiftung Warentest wollte wissen, wie gut einfache Geräte das erledigen. Elf Elektromäher hat sie geprüft. Im Test konnten vor allem die Mäher von Viking und Wolf-Garten überzeugen. Sie erhielten als einzige ein gutes Qualitätsurteil. Vor allem beim Mähen haben die Modelle den anderen einiges voraus.

Während fast alle Mäher noch mit trockenem Gras zurechtkommen - der beste (Viking ME 339.0) schafft rechnerisch 500 Quadratmeter Rasen in 27 Minuten, der schlechteste (Bosch Rotak 32) braucht fast 45 Minuten - schneiden nur sechs Geräte bei feuchtem Gras gut ab. Bei hohem Gras sogar nur drei. Gerade Geräte bekannter Hersteller wie Bauhaus oder Bosch landeten hier auf den hinteren Plätzen und erhielten nur ein "ausreichend".

Rasenmähermesser vom Profi schleifen lassen

Durchschnitt sahen die Prüfer vor allem im Schnitt. Neun Mäher kamen über ein Befriedigend nicht hinaus. Einer der Schlechteren hinterlässt ausgefranste Grasspitzen. Nach solch einem "Schnitt" färbt sich der Rasen nach kurzer Zeit braun. Nur vereinzelt erinnert die Oberfläche der Grasspitzen an einen Messerschnitt.

Dass die Mäher so schlecht schneiden, ist kein Wunder. Statt eines Messers kommt in dieser Mäherklasse oft ein Stück Formblech mit Minimalschliff zum Einsatz. Es rupft Halme eher ab, als dass es sie schneidet. Es empfiehlt sich, die Messer für bessere Schnittqualität von einem Fachmann prüfen und gegebenenfalls schleifen zu lassen. Ein Messer mit Scharten, Rissen und Ausbrüchen gehört ersetzt.

Alle, die ihren Mäher regelmäßig durch den Garten schieben, erwarten eine einfache Handhabung. Fehlanzeige: Keiner der getesteten Geräte ist hier frei von Schwächen, nicht einmal die teureren Modelle aus dem Fachhandel. Mal fehlt die Höhenverstellung der Griffholme, mal lässt sich die Schnitthöhe nur umständlich an den Radachsen verstellen. Der Grasfangkorb sorgt bei zwei Mähern für Verdruss. Ist der Rasen feucht, verstopft der Kanal zum Korb viel zu schnell.

Rasenmäher verbraucht im Schitt für 7,50 Euro Strom

Etliche Mäher lassen sich ohne Werkzeug aufbauen. Vereinzelt bekommt der Käufer viele Teile, doch das erforderliche Werkzeug gehört oft nicht zum Lieferumfang. Bei einem Mäher im Test passte der mitgelieferte Grasfangkorb nicht.

Manche Modelle fallen durch ein lautes Mähgeräusch auf. Insbesondere bei den lauteren Mähern sollte der Nutzer einen Ohrstöpsel tragen. Das gilt insbesondere für Gartenbesitzer, die oft und lange mähen.

Apropos lange mähen: Die Stromkosten spielen bei den getesteten Mähern eine untergeordnete Rolle. Selbst wer von April bis September jede Woche eine Stunde mäht, zahlt pro Jahr höchstens 7,50 Euro - aber nur bei Trockenschnitt.