Frankfurt/Main (dpa) l In Fotobüchern können sich zahllose Fehler einschleichen, die man beim schnellen Drüberschauen leicht übersieht. Hobbyfotografen sollten nach Fertigstellung eines solchen Buches deshalb noch eine Nacht schlafen, bevor sie das Werk in Druck geben, rät der Photoindustrie-Verband. Denn mit etwas Abstand falle es leichter, Fehler zu finden.

Am einfachsten ist die Schlusskorrektur, wenn man in den Vorschau-Modus des Fotobuch-Programms wechselt. Diese Ansicht zeigt das Buch meist so an, wie es später auch gedruckt aussieht.

Dabei sollte man systematisch vorgehen und alle Seiten jeweils mit jedem der folgenden Prüfpunkte durchsehen, raten die Experten. Zuerst gilt die Aufmerksamkeit den Fotos: Sind sie unscharf oder grobkörnig, haben sie falsche Farben oder gibt es eine Warnung vor zu geringer Auflösung? Wer diese Aspekte ignoriert, sollte wissen, dass Fehler im gedruckten Werk meist noch stärker auffallen als am Display.

Als nächstes schaut man sich den Text an. Gibt es Passagen, die nicht gut, unscharf oder pixelig aussehen, kann es sein, dass eine ungeeignete Schriftart ausgewählt worden ist, die zwar auf dem eigenen Rechner verfügbar, aber nicht ins Fotobuch-Programm eingebettet ist.

Auch die Korrektur von Rechtschreibung und Stil sollte man nicht vernachlässigen. Weil das als Verfasser des Textes nicht immer leichtfällt, sollte man sich einen Korrekturleser suchen.

Eine Problemzone bei Fotobüchern ist häufig der Rand. Dort sollten keine wichtigen Elemente wie Schrift platziert sein. Denn die industriellen Schneidemaschinen, die das Buch in Form bringen, haben Toleranzen. So kann es sein, dass einmal ein bis drei Millimeter mehr und einmal ein bis drei Millimeter weniger Rand abgeschnitten werden, erklären die Experten. Einige Programme bieten im Menü die Option, den Beschnittbereich farbig zu markieren.