Magdeburg (vs) l Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer rheumatischen Krankheit, im Volksmund kurz "Rheuma" genannt. Doch hinter dem Begriff verbergen sich fast hundert verschiedene Erkrankungen, die durch Entzündungen hervorgerufen werden. Die Betroffenen haben Schmerzen an den Bewegungsorganen, an Muskeln, Sehnen, Gelenken oder im Bindegewebe.

Unter allen rheumatischen Krankheitsformen ist die rheumatoide Arthritis die häufigste chronische Gelenkentzündung. Frauen erkranken drei Mal häufiger wie Männer. Die rheumatischen Erkrankungen betreffen Menschen in allen Altersklassen - auch jüngere Erwachsene und sogar Kinder leiden darunter.

Fragen rund um Rheuma-Erkrankungen

Meist tritt Rheuma an beiden Händen spiegelbildlich an den gleichen Gelenken auf. In der Folge sind immer mehr Gelenke betroffen und verformen sich. Typisch ist, dass meist symmetrische Gelenke betroffen sind, also zum Beispiel beide Hand-, Schulter-, Knie- oder Fußgelenke. Besonders häufig schmerzen anfangs die Finger- und Zehengelenke - auch hier treten die Beschwerden meist symmetrisch auf.

Wie entsteht Rheuma und wie wird es diagnostiziert? Welche Therapie wird empfohlen, um Schmerzen zu lindern und Folgeschäden zu verhindern? Das Thema "Leben mit Rheuma" steht im Mittelpunkt beim nächsten Medizinischen Sonntag am 18. Mai 2014 in Magdeburg.

Volksstimme, Uniklinik und Urania präsentieren

Referenten sind Prof. Dr. Christoph H. Lohmann, Orthopädische Universitätsklinik, und Prof. Dr. Jörn Kekow von der Klinik für Rheumatologie im Fachkrankenhaus Vogelsang-Gommern. Auch die Rheumaliga Sachsen-Anhalt ist dabei, vertreten durch ihren Geschäftsführer Bernd Matthes.

Der 113. Medizinische Sonntag - eine gemeinsame Veranstaltungsreihe von Volksstimme, Urania und Universitätsklinikum Magdeburg - beginnt um 10.30 Uhr und findet im Uni-Hörsaal 1, Gebäude 26 (Nähe Uni-Bibliothek) in der Pfälzer Straße statt. Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei.