Berlin (dpa) l "Ready to use", "direct energy" oder "precharged": Mit solchen oder ähnlichen Bezeichnungen bewerben Hersteller eine neue Generation vorgeladener Akkus. Dieser Zellentyp bietet Nutzern den Vorteil einer geringeren Selbstentladung als bei früheren Generationen wiederaufladbarer Batterien. Darauf weist die Stiftung Warentest hin.

Solche Akkus seien fast universell einsetzbar und eigneten sich etwa auch für gelegentliche oder wenig stromintensive Nutzung wie in Taschenlampen, Uhren oder Fernbedienungen. Die größte Hürde für Verbraucher sei, die neue Akkuart zu identifizieren. Denn eine einheitliche Bezeichnung habe sich noch nicht durchgesetzt. Gute Akkus ersetzen der Stiftung zufolge im Laufe ihres Lebens 150 Batterien. Beim Ladegerät sollten Verbraucher darauf achten, dass sich dieses automatisch abschaltet. Sonst droht ein Überladen der Akkus. Ist eine Schnellladefunktion vorhanden, sollte diese den Angaben zufolge nur genutzt werden, wenn es unbedingt sein muss. Denn Schnellladen hält zwar, was der Name verspricht, verringert aber bei häufiger Nutzung die Lebensdauer der Akkus.

Eine möglichst hohe Kapazität, die in Milliamperestunden (mAh) gemessen wird, ist bei Akkus nicht alles. Gerade beim Schnellladen erweisen sich etwa Mignon-Akkus (AA) mit 3000 mAh als weniger robust als Zellen mit 2000 mAh. Ohnehin sei eine längere Lebensdauer wichtiger als eine hohe Kapazität. Außerdem können Akkus durch die Tiefenentladung ihre Kapazität unwiderruflich verlieren. Verbraucher tun also gut daran, sie nie komplett leerlaufen zu lassen.