Veitshöchheim (dpa) l Ganz ohne Hilfe des Gärtners kommt ein Mähroboter nicht aus. Vor dem Einsatz müssen Fallobst und Spielzeug entfernt werden, weil sie die Geräte beschädigen könnten, erläutert der Landschaftsarchitekt Rainer Berger von der Bayerischen Gartenakademie.

Zwar haben viele Rasenroboter Stoßsensoren, die sie vor größeren Hindernissen auf dem Grün grundsätzlich bewahren. Diese führen dazu, dass mit manchen Modellen an schwer zugänglichen Ecken, an Möbeln und Mauern sowie um Spielgeräte wie Rutschen auf der Wiese bis zu zehn Zentimeter breite Streifen Gras stehenbleiben. Dann muss der Hobbygärtner noch selbst mit der Schere ran. Oder er zieht um Bäume, Büsche und Beete Signaldrähte, die das Gerät lenken.

Gut geeignet seien die Geräte für eine große, rechteckige Rasenfläche, sagt Nikolai Kendzia von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Hier halten eigentlich fast alle Rasenroboter die Halme ohne Probleme kurz. An bodenbündigen Pflasterwegen lassen die Geräte keine Büschel stehen.

Unebenheiten und schwach geneigte Rasenstücke schaffen fast alle Mähroboter, wenn der Untergrund nicht rutschig ist. Aber steiles Gelände können nur wenige Modelle befahren, Hobbygärtner sollten sich hier extra informieren. Haushalte mit Kindern und Tieren sollten die Modelle nicht ohne Aufsicht laufen lassen, rät Berger. Denn die scharfen, rotierenden Messer können Füße und Pfoten verletzen.

Grundsätzlich helfe ein Rasenroboter, einen satten, englischen Rasen zu bekommen. Denn das Gerät schneidet die Fläche regelmäßig immer ein bisschen, was die Verzweigung der Gräser fördert. Der Rasen wird so eher dicht und grün, erläutert Berger.

Da die Klingen die Halme in winzige Schnipsel zerteilen, die auf den Boden fallen und dort bleiben, wird der Rasen stets auch gemulcht. Das hilft, Feuchtigkeit im Boden zu halten und schützt an heißen Tagen vor dem Austrocknen.