Girokarte statt Sparschwein - das ist zu beachten

Altersgrenze:
Eine Untergrenze, ab wann Eltern im Namen des Kindes ein Konto eröffnen dürfen, gibt es nicht. Manche Institute setzen aber von sich aus Altersschranken.

Nutzung: Der "Taschengeldparagraph" im Bürgerlichen Gesetzbuch besagt, dass Kinder ab sieben Jahren beschränkt geschäftsfähig sind. Das heißt, sie können über ihr Taschengeld frei verfügen. Liegt es auf der Bank, ist jedoch das Einverständnis der Eltern nötig.

Überziehung: Kinder- und Jugend-Girokonten sind Guthaben-Konten. Das heißt, es kann in der Regel nicht mehr Geld abgezogen werden, als aktuell auf dem Konto ist.

Haben-Zinsen: Die Höhe schwankt und reicht von null bis zu fünf Prozent.

Berlin (AFP) l Viele Banken zahlen fürs Girokonto von Kindern und Jugendlichen gar keine Sparzinsen oder nur unter bestimmten Bedingungen. Von 86 überprüften Konto-Angeboten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene hätten 28 gar keine Zinsen vorgesehen, berichtet die Zeitschrift "Finanztest". Weitere 20 Institute zahlten demnach nur bis zu einem bestimmten Sparbetrag oder bis zu einem bestimmten Alter. Durchgehend hätten 38 Banken Zinsen für ihre Nachwuchssparer vorgesehen.

Neben den Sparzinsen sollten Eltern laut "Finanztest" bei der Wahl des Kinder- oder Jugendgirokontos darauf achten, dass sie ein Angebot ohne Kontoführungsgebühren wählen. Insbesondere online geführte Konten sollten kostenlos sein, erklärten die Finanztester. Wer möglichst viele Bankangelegenheiten am Computer erledigen könne, etwa Rechnungen bezahlen oder Überweisungen einsehen, der spare viele Gebühren.

Außerdem sollte es eine kostenlose Girocard geben. Eine Verpflichtung zum regelmäßigen Geldeingang sollte indes fehlen, empfahlen die Tester weiter.