Halle (dpa) l Offenbar versuchen Betrüger derzeit mit angeblichen Mahnschreiben an Geld zu kommen. Absender sind nach Angaben der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt angeblich Inkasso-Firmen mit unterschiedlichen Namen aus "Lucern", die offene Rechnungen zwischen 165 Euro und 250 Euro eintreiben wollen. Besonders auffällig: Bei allen Briefen ist eine identische Hotline-Nummer in der Schweiz angegeben.

In den Briefen, die schlechte Rechtschreibung aufweisen, wird nach Angaben der Verbraucherschützer behauptet, die Empfänger seien telefonisch über die Zahlungsaufforderung informiert worden und hätten ihr Einverständnis gegeben. Die Zahlungen sollen laut den beigefügten Überweisungsscheinen auf Konten in Bulgarien oder der Schweiz erfolgen.

Nach Ansicht der Verbraucherzentrale ist es zweifelhaft, dass berechtigte Forderungen bestehen. Eine angebliche Bandaufzeichnung allein sei kein Beweis dafür, dass am Telefon ein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist, der eine Zahlungspflicht begründet. Bei solchen Verträgen bestehe ein Widerrufsrecht. Betroffene sollten nicht zahlen und die Forderungen schriftlich als unberechtigt zurückweisen.

Musterbriefe gibt es unter www.vzsa.de