Am 4. September beginnt die Schule wieder. 17440 Erstklässler werden zwei Tage später eingeschult. Die Volksstimme-Volontärin Yvonne Sengenberger verrät, was Eltern für einen gelungenen Start ins Schulleben alles wissen müssen.

Gesund in den Tag

Ein ausgewogenes Frühstück aus der richtigen Mischung aus Eiweiß, Kohlenhydraten, Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen hilft den Kindern, konzentriert in den Schulalltag zu starten. So könnte ein Frühstück aussehen: Ein Vollkornbrötchen mit leckerem Aufstrich, fettarmen Wurst- und Käsesorten oder Ei. Dazu Joghurt mit Früchten oder Gemüsesticks.

Pausensnack

Wenn das Frühstück üppig ausfällt, darf das Pausenbrot ruhig etwas kleiner sein. Wer allerdings am Morgen noch keinen Hunger hatte, sollte in der Pause etwas mehr essen.

Studien belegen, dass die Vorstellung, welches Pausenbrot dem Kind schmeckt, zwischen Müttern und Kindern oft weit auseinandergehen. "Es wird öfter Vollkornbrot gewünscht als gedacht", sagt Ernährungswissenschaftlerin Dagmar von Cramm.

Ein Vollkornbrot, belegt mit Quark, Salat und Käse oder Wurst eignet sich perfekt als Snack. Klein geschnittene Äpfel, Möhren, Gurken und Tomaten ergänzen das gesunde Pausenbrot.

Gemüseverführer

Gerade Erstklässler sind auf Gemüse oft nicht gut zu sprechen. Da hilft es schon, die Pause ein wenig "aufzuhübschen". Aus einfachen Gurken oder Karottenscheiben werden zum Beispiel durch Ausstechformen schnell hübsche Herzchen oder kleine Schmetterlinge.

Und mit einer größeren Form kann sich sogar das Pausenbrot in eine Blume verwandeln.

Auch ein Getränk gehört zur Pause Hier sollten Sie darauf achten, dass es in erster Linie den Durst löscht und wenig Kalorien oder Zucker enthält, also beispielsweise Mineralwasser, ungesüßte Früchte- oder Kräutertees und verdünnte Fruchtsäfte.

Was soll in die Schultüte?

Viele Eltern basteln die Schultüte mittlerweile ja sogar selbst, aber auch bei gekauften "Zuckertüten" stellt sich die Frage: Was soll da rein?

Traditionell kommen in eine Zuckertüte, wie der Name schon sagt, hauptsächlich Süßigkeiten. Trotzdem sollte man es mit dem Süßkram nicht übertreiben. Vor allem auch kleine Spielsachen und Nützliches für die bevorstehende Schulzeit passen gut in eine Schultüte. Hier ein kleiner Füll-Vorschlag:

Buchstabenkekse

Brotdose oder Trinkflasche

Hörspiel-CD

Gutschein für einen gemeinsamen Ausflug

Bücher für Leseanfänger

besondere Stifte

Poesiealbum

Glücksbringer

Bonbons, Schokolade, Gummibärchen.

Der passende Schulranzen

In Deutschland gibt es für Schulranzen die DIN-Norm 58124. Diese schreibt vor, wie schwer eine Tasche im leeren Zustand höchstens sein darf und dass zehn Prozent der Außenfläche von Reflektoren bedeckt sein muss. Ob die Schultasche diesen Normen entspricht, erkennt man am TÜV-Siegel oder dem Zeichen für geprüfte Sicherheit (GS).

Außerdem sollte der Ranzen breite gepolsterte Träger haben, perfekt sitzen und nicht drücken. Besonders gut geeignet sind Schulranzen aus leichten Kunststoffen, da diese meist wasserdicht und auch robuster sind als andere Materialien.

Der Schulranzen sollte ohne Inhalt nicht mehr als 1,2 Kilogramm wiegen. Denn mit Büchern, Pausenbrot, Federmappe und Getränk, wird der Schulranzen schnell zu schwer.

Nach Ansicht von Ärzten und TÜV-Experten sollte die Tasche mit Inhalt nicht mehr als 10 bis 15 Prozent des Körpergewichts des Kindes wiegen. Bei 20 Kilogramm sollte sie also nicht mehr als zwei bis drei Kilogramm schwer sein.

Die ersten Hausaufgaben

Meist gibt es schon in den ersten Wochen kleinere Hausaufgaben. Diese sollte Ihr Kind nach Möglichkeit allein erledigen. Zu viel Fürsorge verhindert, dass Ihr Kind lernt, selbstständig zu arbeiten. Im schlimmsten Fall kann das sogar zu Verunsicherung und Selbstzweifeln führen. Greifen Sie also nur ein, wenn Ihr Kind Sie um Hilfe bittet. Dann können Sie gemeinsam die Aufgaben erledigen.

Sicher in die Schule

Damit Ihr Kind auch sicher zur Schule kommt, gilt es, einige Dinge zu beachten. Achten Sie darauf, dass Sie selbst sich im täglichen Straßenverkehr immer vorbildlich verhalten. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es auch an Ampeln und Zebrastreifen immer vorsichtig sein muss, da nicht alle Autofahrer immer vorschriftsgemäß fahren.

Gehen Sie den Schulweg schon vor dem ersten Tag einige Male. So kann sich das Kind den Weg einprägen und Sie können ihm zeigen, wo Gefahren lauern. In den ersten Tagen sollten Sie Erstklässler nicht alleine zur Schule gehen lassen.