Berlin (dpa) l Im Oktober kann sich ein Feuerwerk im Garten entfachen: Dann zeigen Gehölze wie der Japanische Ahorn oder der Wein eine intensive Herbstfärbung. Auch andere Gehölze ziehen ihre roten, orangenen oder gelben Gewänder an. Eberesche und Rosen bringen Beerenschmuck hervor, Gräser setzen Akzente im Beet. "Wer gut plant, kann den Herbst über einen farbenfrohen Garten haben", sagt Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin.

Sie rät: Wer das im Oktober nicht hat, sollte sich in diesem Jahr in seiner Nachbarschaft und in Gärtnereien umsehen und Ideen sammeln. Zumindest vorausschauend für das Jahr 2015 kann sich der Hobbygärtner um mehr Farbe und ein paar Hingucker im Garten nun bemühen.

Außerdem kann er schon einiges für das Frühjahr vorbereiten: "Es ist im Oktober schon einiges zu tun - besonders Aufgaben mit Weitblick", erklärt Van Groeningen. So müssen jetzt bereits Zwiebeln von Tulpen, Narzissen und Krokussen gesetzt werden, damit sie im Frühjahr rechtzeitig treiben können. Bis zum ersten Frost haben die Hobbygärtner dafür Zeit.

Die Zwiebeln kommen doppelt so tief in den Boden, wie sie hoch sind. Wer nur wenig Fläche oder nur ein Gefäß zur Verfügung hat, ist mit der Lasagne-Methode am besten dran. Die Zwiebeln werden in Schichten gestapelt - eben wie die Zutaten des italienischen Gerichtes. Das sorgt dafür, dass auf einer kleinen Fläche länger etwas blüht. Die größeren Zwiebeln von langstieligen Tulpen kommen ganz nach unten, kleinere wie von Narzissen und Traubenhyazinthen weiter nach oben, erläutert die Gartendozentin.

Auch bestimmte Stauden müssen nun gesät werden: Kaltkeimer wie Eisenhut, Phlox, Fackellilie, Frauenmantel, Bergenie und Taglilie brauchen vor dem Austreiben den Kälteschock des Winters. Van Groeningen rät, diese in einem Topf zu säen und sie den Winter über zwar im Freien, aber an einer geschützten Stelle zu lassen.

Immergrüne Gehölze können nun gut neu gepflanzt werden und zwar solange der Boden noch warm ist. So können die Pflanzen noch vor dem Winter Wurzeln bilden und sich einwachsen. Das verlängert ihre Überlebenschance. Das Loch in der Erde sollte deutlich größer sein als der Wurzelballen. Es wird mit Kompost und Hornspänen aufgearbeitet, damit die neuen Pflanzen gut mit Nährstoffen versorgt sind.

Daneben sollten sich Hobbygärtner noch einmal um ihren Rasen kümmern: Er wird ein letztes Mal vertikutiert, wenn es bislang noch nicht geschehen ist. Hecken können ab Oktober wieder radikal geschnitten werden - den Sommer über verbietet das Naturschutzgesetz starke Rückschnitte oder die Rodung.