117. Medizinischer Sonntag

Um Fragen und Schwerpunkte zum Blutbild, zur Diagnose und Therapie von Blutkrankheiten, um "zu viel" oder "zu wenig" Blut geht es beim nächsten Medizinischen Sonntag am 25. Januar an der Magdeburger Universität.

Der 117. Medizinische Sonntag ist eine gemeinsame Vortragsreihe von Volksstimme, Urania und Universitätsklinikum - beginnt am 25. Januar um 10.30 Uhr im Uni-Hörsaal 1, Gebäude 26 (Nähe Universitätsbibliothek) in der Pfälzer Straße.

Magdeburg (vs) l Unser Blut hat vielfältige Aufgaben im Körper: Es transportiert Sauerstoff, ist wichtig für das Immunsystem wie auch für die Heilung von Wunden und reguliert die Körpertemperatur. Das Blut ist aber auch ein Spiegel der Gesundheit. Ein Bluttest kann Hinweise auf ganz unterschiedliche Krankheiten geben und gehört deshalb für den Arzt zur Standarddiagnostik. Je nachdem, was untersucht werden soll, wird das Blut im Labor analysiert.

Ein Bluttest gibt Aufschluss über die Anzahl und Zusammensetzung der roten und weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen. Durch diese Untersuchung gewinnt der Arzt auch Hinweise auf eine Blutarmut (Anämie), auf eine Entzündung, Infektion, Störung der Blutgerinnung oder auf Leukämie, umgangssprachlich auch als Blutkrebs bezeichnet. Noch vor wenigen Jahrzehnten war die Prognose bei Leukämie sehr schlecht. Die meisten Patienten mit Blutkrebs starben. Heute ist die Prognose bei Leukämie weit besser. Bis zu 60 Prozent der akuten Leukämien bei Erwachsenen können geheilt werden.

In den vergangenen zehn Jahren wurde eine Vielzahl von neuen Behandlungsmöglichkeiten entwickelt, die über die bekannte Chemotherapie hinausgehen und neueste Möglichkeiten der Immuntherapie und der Therapie mit Signalhemmern und Antikörpern mit einschließen.

Aus dem Blut lässt sich anhand verschiedener Methoden eine Vielzahl an Bluterkrankungen bestimmen. Am Anfang steht häufig ein normales Blutbild, das mit Hilfe des Mikroskops weiter untersucht wird. Eine Abweichung vom Normalwert lässt auch Rückschlüsse auf bestimmte Erkrankungen, wie Vitaminerkrankungen zu.

Eine Blutprobe kann mit Immunfluoreszenz-Methoden oder mittels Gensonden-Diagnostik weiter untersucht werden, um so die zugrunde liegende Erkrankung aufzuspüren. Denn eine frühe Erkennung von Krankheiten erhöht die Heilungschancen erheblich.