Köln (dpa) l Zum Winterende hin ist er besonders in den Zimmerecken und an Fensterausbuchtungen zu sehen: Schimmel. Er hat sich in der kalten Jahreszeit breitgemacht - dann finden die Pilzsporen in den Wohnräumen meist die besten Bedingungen zum Wachsen vor.

Heimwerker können kleine Schimmelflecken selbst entfernen: Reinigungs- oder Desinfektionsmittel mit oder ohne Chlor entfernen die oberflächlichen schwarzen Stockflecken, erläutert die Heimwerkerschule DIY-Academy in Köln. Die Lösung auftragen, einwirken lassen und mit einem Schwamm und reichlich Wasser abwaschen. Bei Bedarf muss das Ganze wiederholt werden. Die Verbraucherzentrale Hamburg rät zum Abtöten der Sporen zu Ethylalkohol, ein 70- bis 80-prozentiger Alkohol aus der Apotheke.

Ist der Schimmel schon in das Material eingedrungen, muss etwa die Tapete vollständig entfernt werden. Die Experten empfehlen, vorher die Fläche mit einer Folie abzukleben. So vermeidet man, dass sich Sporen des Schimmelpilzes freisetzen und im Raum verteilen. Wird Wandputz abgeschlagen, sollte er aus diesem Grund leicht feucht gemacht werden. Heimwerker tragen am besten Arbeitsschutz: Handschuhe, Sicherheitsbrille und Atemmaske. Zimmertüren bleiben geschlossen, die Fenster werden weit geöffnet.

An betroffenen Stellen verzichtet der Heimwerker künftig besser auf Tapeten - sie bieten dem Schimmel Nährstoffe. Besser sind rein mineralische Dekorputze, die feuchte- sowie witterungsbeständig sind. Der hohe Alkaligehalt einer Mineral-Grundierung und einer Schicht Kalkputz beugt ebenfalls einem neuen Befall vor. Unter den Dispersionsfarben gibt es Varianten speziell für Feuchträume mit Schimmelschutz.

Die Verbraucherzentrale Hamburg betont, dass Heimwerker nur Flächen selbst behandeln sollten, die nicht größer als ein halber Quadratmeter sind. Bei größeren Schäden sollte ein Fachmann den Grund für den Schimmelbefall herausfinden und beseitigen.