Berlin (dpa) l De-Mail soll den Schriftverkehr zwischen Unternehmen und Verbrauchern ersetzen. Doch bislang ist diese Art der E-Mail nicht sehr beliebt. Nur mehrere Hunderttausend Bürger nutzen den digital signierten Schriftverkehr. Innenministerium und Anbieter wollen das ändern - zum Beispiel durch einfachere Verschlüsselung. Ab April wollen die großen De-Mail-Provider wie Telekom, United Internet (UI) oder Mentana-Claimsoft ein Browser-Plug-in anbieten, mit dem Nutzer ihre De-Mails recht bequem mit der PGP-Technik Ende-zu-Ende verschlüsseln können. Hier die wichtigsten Fakten zur De-Mail:

m So wird es beantragt: Ein De-Mail-Konto zu eröffnen bleibt recht kompliziert, da man sich eindeutig identifizieren muss. Das kann über den elektronischen Personalausweis oder eine elektronische Signatur funktionieren. Auch eine persönliche Identifikation ist möglich - etwa in Niederlassungen der Telekom. Manche Anbieter schicken auch Personal zum Kunden. Registrieren kann man sich auf den Webseiten der Anbieter.

mDas kostet es: Monatliche Kosten berechnet momentan keiner der De-Mail-Provider. Allerdings können für die Registrierung Kosten anfallen. Zwischen 6 und 15 Euro müssen bei manchen Anbietern gegebenenfalls bezahlt werden. Bei der Telekom sind die Einrichtung des Postfachs und die Identifikation hingegen kostenlos.

m Das kostet der Versand: Der Versand einer De-Mail ist bei UI kostenlos, die Telekom bietet es zunächst bis Ende Januar 2016 kostenlos an. Danach werden nach bisherigen Plänen ab der vierten Mail 39 Cent fällig. Mentana-Claimsoft berechnet momentan ab 28 Cent für eine De-Mail. Aus Providerkreisen hört man aber immer wieder, dass Privatkunden künftig De-Mails kostenlos versenden können. So sollen mehr Nutzer für den Dienst gewonnen werden. Profit könnten die Provider über kostenpflichtige Zusatzoptionen - etwa Empfangsbestätigungen - erzeugen.

m Das sind die Voraussetzungen: De-Mail hat einige technische Voraussetzungen, die der Nutzer erfüllen muss. Es funktioniert beispielsweise nur mit neueren Browsern, die mindestens den Transportverschlüsselungsstandard TLS 1.2 unterstützen.

Das von der Arbeitsgemeinschaft De-Mail vorgestellte Verschlüsselungs-Plug-in soll außerdem erst einmal nur mit den Browsern Firefox und Chrome funktionieren. Beide sind kostenlos erhältlich.