Berlin (dpa) l Grundsätzlich braucht Holz im Garten für Terrassenböden, Rankhilfen oder einen Zaun keinen chemischen Schutz. Die Witterung lässt es mit der Zeit silbergrau werden, viele mögen diese Patina. Wer das nicht tut, kann etwa mit Öl den natürlichen Holzton erhalten, erklärt der Gesamtverband Deutscher Holzhandel in Berlin.

Aber: Ist das Holz oft Feuchtigkeit ausgesetzt und hat eine anhaltende Holzfeuchte ab etwa 30 Prozent, wird es anfällig für Pilze, die das Holz zerstören. Auch Insekten greifen es an. Daher rät der Verband zu Folgendem:

Veredelungsmittel: Ist das Gartenholz nicht direkt Regen, Schlagregen oder Spritzwasser ausgesetzt, reicht eine Behandlung mit Veredelungsmitteln für die Oberfläche ohne pilz- oder insektenwidrige Stoffe. Diese Veredlungsmittel schützen die Oberfläche und absorbieren außerdem das UV-Licht der Sonne, welches das Holz ausbleicht.

Wetterschutzmittel: Trifft Regen, Schlagregen oder Spritzwasser direkt das Holz, können sich Risse bilden und Pilze es zersetzen. Das ist aber erst der Fall, wenn das Holz über mehrere Wochen hinweg andauernd durchfeuchtet ist. Hier raten die Experten zu sogenannten Wetterschutzmitteln. Sie sorgen dafür, dass das Wasser abperlt.

Chemische Holzschutzmittel: Holz, das direkt in der Erde und im Wasser steht, wie Zäune und Pfähle von Carports, kann zusätzlich von Moderfäulepilzen angegriffen werden. Hier sollten chemische Holzschutzmittel mit Wirkstoffen gegen diese Pilze eingesetzt werden. Gut an diesen Stellen ist Holz, das vorher im Kesseldruckverfahren imprägniert wurde.