Magdeburg l Wer in den Strandurlaub fährt, schützt sich mit Cremes vor dem Sonnenbrand. "Das ist ein akuter Schaden, der durch die Sonne auftreten kann", sagt Dr. Ingolf Franke vom Universitätsklinikum Magdeburg. Der Dermatologe warnt aber auch vor den Langzeitfolgen der Sonne. Neben Hautkrebs entstehen Falten durch die Einstrahlung der Sonne.

Hierbei muss zwischen UVA- und UVB-Strahlung unterschieden werden. Die kurzwellige UVB-Strahlung ist für den Sonnenbrand verantwortlich. Die langwellige Strahlung dringt tiefer in die Haut ein. Sie sorgt dafür, dass die Haut gebräunt wird, kann aber auch Falten verursachen. Das Gefährliche: Die UVA-Strahlung durchdringt mühelos Fenster, egal ob im Büro oder im Auto.

Besonders helle Hauttypen (siehe Infokasten) sollten sich täglich schützen. Auf einen extrem hohen Lichtschutzfaktor kann verzichtet werden. "Wenn man darauf angewiesen ist, reicht Faktor 15 völlig aus", so Ingolf Franke. Wer unter Hautkrebs leidet oder gegen die Sonnenstrahlen allergisch ist, sollte zu Faktor 50 greifen. Im Urlaub benötigt die Haut zusätzlichen Schutz. Im Mittelmeerraum herrscht beispielsweise eine andere Sonnenintensität als in Deutschland.

Allerdings ist zu beachten, dass die Menge an Creme auch den Schutz bestimmt. "Viel hilft viel", sagt Ingolf Franke. Für das Gesicht sollte ein gehäufter Teelöffel an Produkt verwendet werden. Der Dematologe sagt weiter, dass es keinen großen qualitativen Unterschied gibt.

Die Sonnencremes verwenden verschiedene Filterarten. Mineralische Filter haben eine reflektierende Wirkung. Sie gelten als verträglich, sehen auf der Haut aber häufig weiß aus. "Da gibt es schon Weiterentwicklungen, damit das nicht mehr passiert", so Ingolf Franke. Chemische Filter gelten als "echte Filter" und lassen nur eine bestimmte Menge an Strahlen durch. "Darauf reagieren aber einige Menschen mit Allergien", sagt Ingolf Franke.