Anmeldung zum Minijob

Haushaltsscheck
Zur Anmeldung einer Haushaltshilfe wird ein Haushaltsscheck benötigt. Dieser kann bei der Minijobzentrale angefordert werden.

Betriebsnummer
Auf dem Haushaltsscheck wird unter anderem nach einer Betriebsnummer gefragt. Wenn Sie noch keine haben, wird Ihnen von der Minijobzentrale eine zugewiesen.

Pauschsteuer
Es ist ratsam auf dem Haushaltsscheck bei der Frage nach der Pauschsteuer "Ja" anzukreuzen. Dann zieht die Minijobzentrale pauschal zwei Prozent des Arbeitsentgeltes als Lohnsteuer ein. Kreuzen Sie "nein" an, müssen Sie die Lohnsteuer über die Steuerklasse der Haushaltshilfe selbst an das Finanzamt abführen.

Versicherungsnummer
Die Versicherungsnummer des Minijobbers finden Sie auf seinem Sozialversicherungsausweis. Sollte die Nummer nicht bekannt sein, tragen Sie einfach Geburtsdatum, Geschlecht, Geburtsort und -namen des Minijobbers ein.

Bruttolohn
Schwankt das monatliche Entgelt, müssen Sie die Höhe mit Folgeschecks melden. Die Minijobzentrale stellt auch Folgeschecks zur Verfügung.

Lastschriftmandat
Die fälligen Abgaben zieht die Minijobzentrale jeweils am 31. Januar und am 31. Juli für das vorangegangene Halbjahr ein. Hierzu ist ein Sepa-Lastschriftmandat nötig.

Quelle: Siftung Warentest, Heft 5/20105

Magdeburg l Wer glaubt Geld sparen zu können, indem er eine Haushaltshilfe schwarz einstellt, der irrt sich. Wie Stiftung Warentest berichtet, geht einem potenziellen Arbeitgeber einiges an Geld verloren, zusätzlich zu eventuellen strafrechtlichen Konsequenzen.

Ein Teil der Ausgaben kann steuerlich abgesetzt werden. Wer seine Haushaltshilfe angemeldet hat, der kann im Jahr 20 Prozent der Kosten steuerlich absetzen, maximal allerdings 510 Euro. Bei einem monatlichen Verdienst von 180 Euro (21 Stunden), so rechnet Stiftung Warentest vor, hat ein Arbeitgeber, der seine Haushaltshilfe anmeldet Ausgaben von 164,94. Wer seinen Minijobber schwarz beschäftigt zahlt die vollen 180 Euro.

Dabei ist es relativ einfach eine Haushaltshilfe als Minijob, anzumelden. Das Formular dazu, den Haushaltsscheck, gibt die Minijobzentrale aus. Diese berechnet auch alle nötigen Abgaben und zieht sie automatisch ein. Die Minijobber bekommen den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Ausgenommen hiervon sind Schüler unter 18 Jahren.

Mutterschutz- und Kündigungsfristen sind ebenfalls vom Arbeitgeber einzuhalten. Wichtig ist es auch, bei Minijobbern, die aus Ländern außerhalb der EU stammen, nach einer gültigen Aufenthaltserlaubnis zu fragen.