Hamburg l Wie die Stiftung Warentest vermeldet müssen Eltern, die mit Kindern verreisen, demnächst mehr Geld einplanen. Viele Fluggesellschaften haben die Ermäßigungen für Reisen mit Kindern unter 12 Jahre gesenkt oder wie im Fall von Condor, Easyjet oder Ryanair ganz gestrichen. Air Berlin und Germanwings geben immerhin 20 Prozent Nachlass auf den Nettoflugpreis, Tuifly 25 Prozent.

Bei Ryanair bekommen Passagiere 50 Prozent Nachlass für aufgebenes Gepäck oder andere Services. Das gilt allerdings nur, wenn eine Begleitperson den entsprechenden Service zum Normalpreis kauft.

Auch Kinder unter zwei Jahren reisen nicht mehr umsonst. Das war bisher der Fall, weil Babys keinen eigenen Sitzplatz hatten, sondern auf dem Schoß der Eltern mitreisen konnten. Condor berechnet 10 Prozent, Air Berlin 15 Prozent des Nettoreisepreises auf Kurz- und Mittelstrecke und 20 Prozent auf Langstrecke.

Bei Lufthansa, Tuifly und Germanwings sind es streckenabhängig 15, 50 oder 75 Euro. Bei Easyjet bezahlen Eltern 26 Euro, bei Ryanair 20 Euro für unter 2-Jährige. Bei Kindern, die während der Reise zwei Jahre alt werden, muss ein eigener Sitzplatz gebucht werden.

Bei Sitzplatz und Gepäck gilt es einiges zu beachten. Sitzplatzreservierungen schlagen bei Condor beispielsweise mit 10 bis 30 Euro zu Buche. Gepäck muss bei Billigflügen für Kinder und Erwachsene zugebucht werden. Lediglich Kinderwagen, Babybetten und Autokindersitze werden kostenlos mitgenommen.

Zur Vorsicht rät die Stiftung Warentest bei den Reisedokumenten. Kinder benötigen eigene Reisepässe. Ein Eintrag im Pass der Eltern reicht nicht.