Magdeburg l Ein Kräuterbeet im Garten versorgt nicht nur Hobbyköche mit Gewürzen. Es sieht darüber hinaus noch gut aus. Die Abwechslung in der Küche ist ebenfalls gesichert.

In Südlagen wachsen die Kräuter am besten. In dieser Himmelsrichtung kann man dann einen sonnigen und windgeschützten Platz auswählen. Ein kleiner Hügel würde das Anliegen noch fördern.

Beim Pflanzen sollte man unbedingt beachten, dass man die höher wachsenden Kräuter nach hinten platziert und Schnittlauch, Petersilie und Thymian vorn arrangiert, um so die Lichtzufuhr zu gewährleisten.

Bevor das Anpflanzen beginnt, ist der Boden aufzulockern. Dadurch wird der Boden für die Aufnahme von Regenwasser oder Gießwasser aufnahmefähig. Deshalb eignet sich humushaltiger Boden besonders gut. Vermieden werden sollte bei der Beetanlage sandiger Boden. Dieser enthält zu wenige Nährstoffe. Man kann mit Dünger diese ausgleichen, aber ein intensives Kräuteraroma wird sich nicht einstellen.

Für den Betrachter wird das Kräuterbeet zum Erlebnis, wenn es wie in einem alten Bauerngarten mit Buchsbäumchen umpflanzt wird.

Ein Hingucker ist auch eine Kräuterspirale. Diese Form hat den Vorteil, dass auf engstem Raum Kräuter mit ganz unterschiedlichen Standort-ansprüchen gedeihen. Die Steine speichern die Sonne. Am Fuß der Kräuterspirale wachsen in einem kleinen Teich Brunnenkresse oder Wasserminze. Der Teich wird in Richtung Süden angelegt. Von dort aus startet die Spirale nach oben. Es folgt eine Feuchtzone mit humushaltigem Boden, auf dem Petersilie, Schnittlauch und Kerbel gedeihen, weiter hinauf kommt ein etwas trockener, humushaltiger, halbschattiger Bereich für Pimpinelle und Zitronenmelisse, oben schließt sandiger, kalkhaltiger Boden für Thymian, Salbei und Bergbohnenkraut ab.

Zum Gelände der Bundesgartenschau in Havelberg gehört auch eine Kleingartenanlage am Nussberg. Diese ist in der Nähe des Domes zu finden. Dort beraten Experten des Landesverbandes der Gartenfreunde Sachsen-Anhalt täglich Besucher bei fachlichen Fragen.

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