Frankfurt l Fünf Produkte im Kampf gegen Kopfläusen kann die Zeitschrift "Ökotest" empfehlen. Dazu zählen "Jacutin Pedicul Fluid" von Almirall Hermal, "Nyda"-Pumpspray sowie "Nyda Plus"-Lösung von Pohl-Boskamp, "Dimet 20"-Lösung von Infectopharm sowie "Eto Pril Lösung" von Dr. August Wolff. Diese Läusemittel schnitten mit "Sehr gut" und "Gut" ab, alle anderen elf bekamen die Noten "Mangelhaft" oder "Ungenügend". Für das schlechte Abschneiden sorgte entweder, dass die Mittel nicht wirkten oder hochaggressive Substanzen verwandten.

Die empfehlenswerten Produkte enthalten Dimeticon, ein Silikonöl, das dafür sorgt, dass die Läuse ersticken. Damit sind sie eine gute Alternative zu den früher üblichen Insektiziden, die nach Meinung der Forscher auf der Kopfhaut von Kindern nichts zu suchen haben. In dem Läusemittel "Infecto Pedicul" von Infectopharm wiesen die Experten Permethrin nach, das im Tierversuch giftig auf das zentrale Nervensystem sowie die Leber wirkte.

Ökotest empfiehlt, sich eines der empfehlenswerten Medizinprodukte vom Kinderarzt verschreiben zu lassen. Bis zum Alter von zwölf Jahren seien diese erstattungsfähig. Bei allen Läusemitteln ist es nötig, die Behandlung zwischen dem achten und zehnten Tag zu wiederholen. Zusätzlich sollten am ersten, fünften, neunten und 13. Tag die nassen Haare mit einem Nissenkamm ausgekämmt werden, um nachgeschlüpfte Larven zu entfernen.

Von Haushaltsmitteln wie Essig, Haushaltsöl oder heißen Föhnen raten die Experten ab. Sie seien unwirksam.