Bonn (dapd). Durch die winterbedingten Schlaglöcher auf den Straßen rechnen Experten mit einer gestiegenen Zahl an Schäden an Rädern und Reifen der Autos. Das kann teuer werden, vor allem bei Leichtmetallfelgen. Zwar bieten im Internet oder in Tages- und Fachzeitungen immer wieder Reparaturbetriebe eine Instandsetzung beschädigter Alu-Felgen an. "Hier jedoch ist Vorsicht geboten", sagt Hans-Jürgen Drechsler, Geschäftsführer des Bundesverbands Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) in Bonn. "Nur wenn es sich um eine rein optische Aufarbeitung von Schäden handelt, dürfen instand gesetzte Leichtmetallräder anschließend noch im öffentlichen Straßenverkehr eingesetzt werden."

Fachleute lehnen laut BRV eine Reparatur beschädigter Leichtmetallräder aus Gründen der Verkehrssicherheit grundsätzlich ab. Dabei seien mit Reparatur jegliche Eingriffe in das Materialgefüge, Wärmebehandlung und Rückverformung gemeint, erläutert Drechsler. Dazu gehörten das Beseitigen von Beulen oder das Schweißen von Rissen im Felgenbett. Zwar sei die Reparatur nicht grundsätzlich verboten, wohl aber der anschließende Einsatz der reparierten Felgen im Straßenverkehr, was im Endeffekt selbst das günstigste Reparaturangebot unsinnig mache. Handele es sich bei dem entstandenen Schaden hingegen um einen rein optischen Makel, sei die Weiternutzung des instand gesetzten Alu-Rades erlaubt. Zu einer unbedenklichen optischen Aufarbeitung zählen Polieren, örtliches Anschleifen, Verrunden von Kerben, eventuelles Füllen, Grundieren und Lackieren. Da für den Durchschnittsautofahrer aber nur schwer erkennbar sein dürfte, was zur Beseitigung eines Schadens erforderlich wäre, empfiehlt der Verbandschef die Beratung durch einen Räder- und Reifenspezialisten.