Berlin (rgm). Der heutige Welt-Gesundheitstag ist eine alljährliche Veranstaltung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die an den Gründungstag der Organisation 1948 erinnern soll. Die WHO nutzt den Tag als ein Forum, um die Öffentlichkeit für Gesundheitsfragen zu sensibilisieren und die Menschen zu motivieren, mehr für ihre Gesundheit zu tun. Seit 1954 werden die Welt-Gesundheitstage auch in Deutschland veranstaltet, von der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums.

Für dieses Jahr hat die WHO das Thema "Verhütung von antimikrobiellen Resistenzen und ihrer Verbreitung" vorgegeben. Die Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten wird durch den Anstieg an antimikrobiell resistenten Erregern zunehmend erschwert und bedeutet für Patienten oft längere Behandlungen und zusätzliche Belastungen durch eine verzögerte oder nicht eintretende Heilung der Infektion. "Da der Anteil der resistenten Erreger in den vergangenen Jahren gestiegen ist und weitere Steigerungen nicht auszuschließen sind, ist eine gezielte Herangehensweise zur Reduzierung von antimikrobiellen Resistenzen und zur Stärkung präventiver Maßnahmen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene notwendig" heißt es auf der Internetseite www. weltgesundheitstag.de.

In Deutschland wurde 2008 die "Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie" verabschiedet und veröffentlicht. Das Papier enthält Maßnahmen zur Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen in Deutschland und hat die Verminderung von deren Ausbreitung zum Ziel.

Über den aktuellen Stand der Umsetzung sowie zu bestimmten Aspekten der entsprechenden internationalen Aktivitäten berichten Experten heute bei der zentralen Veranstaltung zum Weltgesundheitstag in Berlin.