Berlin (rgm). Ungefähr jeder zweite Mensch in Deutschland sieht schlecht. Knapp zwei Drittel der Betroffenen tragen zum Ausgleich eine Brille. Beim Kauf gibt es viel zu beachten, natürlich vor allem die Sehschwäche. Um diese so genau wie möglich zu bestimmen, kombiniert der Optiker in der Regel zwei Methoden: erstens eine Messung mit einem elektronischen Gerät, einem sogenannten Autorefraktometer, und zweitens mit einer Messbrille, beziehungsweise einem Phoropter. Bei der zweiten Methode bekommen die Kunden Probegläser unterschiedlicher Stärke vor die Augen gesetzt und legen damit Sehproben ab.

Außerdem stellt der Optiker - oder sollte das zumindest - eine Fülle von Fragen: unter anderem zu den Sehproblemen, dem allgemeinen Gesundheitszustand und den Ansprüchen an die neue Brille. All das spielt bei der Auswahl von Fassung und Gläsern eine wichtige Rolle.

Die Auswahl ist groß, etliche Entscheidungen sind während eines Brillenkaufs zu treffen. Zuerst die Gläser: Die aus Kunststoff sind zwar dicker und zerkratzen leichter als solche aus Glas, aber dafür wiegen sie weniger und gehen nicht so leicht zu Bruch. Außerdem lassen sich Brillengläser zusätzlich tönen oder mit Extraschichten überziehen - zum Härten (nur bei Kunststoffgläsern), Entspiegeln oder als Schutz gegen Schmutz. Noch komplexer wird es bei Menschen, die eine Nah- und eine Fernsichtkorrektur brauchen, zum Beispiel durch eine Gleitsichtbrille. Zu guter Letzt warten dann noch die Auslagen voller Brillenfassungen auf den Kunden.

Die Fassung der Wahl muss der Optiker dann individuell anpassen. Dazu vermisst er das Gesicht, unter anderem den Augenabstand. Denn das optische Zentrum von jedem Brillenglas muss exakt vor der Pupillenmitte des Auges liegen. Nur dann verschafft die Brille später den optimalen Durchblick. Außerdem soll sie weder rutschen noch auf der Nase oder an den Ohren drücken. Und natürlich ordentlich gefertigt sein. Fingerspitzengefühl, Beratungseinsatz, guter Service - Optiker müssen also viel beachten.

Wie sieht das in der Praxis aus? Saß das ausgesuchte Modell auch beim Abholen noch richtig auf der Nase? Waren Fassung und Gläser makellos? Und wie reagierte der Optiker auf Beschwerden? Das möchte die Stiftung Warentest in einer Internet-Umfrage herausfinden. Die Daten werden anonym erhoben, nicht an Dritte weitergegeben und nur für den Zweck der Auswertung verwendet. Über die Ergebnisse wird in der Zeitschrift "test" und auf test.de berichtet.

www.test.de