Berlin (rgm). Wer Stress im Job hat und deshalb seine Steuererklärung nicht bis Ende des Monats schafft, sollte beim Finanzamt um Aufschub bitten. Für die meisten lohnt es sich: 2006 bekamen Arbeitnehmer im Schnitt rund 800 Euro zurück. Jetzt dürfte sogar noch mehr drin sein, weil der steuerfreie Grundfreibetrag und die Abzüge für Vorsorgebeiträge gestiegen sind. Die Zeitschrift "Finanztest" zeigt in der Juni-Ausgabe, wie Steuerzahler die Formulare schnell ausfüllen, und gibt Tipps, damit niemand sein Geld verschenkt.

Auf hohe Steuererstattung darf zum Beispiel hoffen, wer 2010 geheiratet oder ein Kind bekommen hat. Oder auch wer nicht das ganze Jahr gearbeitet oder unterschiedlich viel verdient hat. Steuerabzug bringen insbesondere hohe Jobkosten, also Werbungskosten über 920 Euro im Jahr, zum Beispiel für die berufliche Weiterbildung und das Arbeitszimmer daheim. Erstattung winkt auch für Rechnungen für Dienstleister und Handwerker im Haushalt. Eltern setzen ihre Ausgaben für Tagesmutter, Kita, Hort und Privatschule ab.

Grundsätzlich gilt: lieber zu viel als zu wenig eintragen. Auf der sicheren Seite sind Steuerzahler, die Ausgaben wie Spenden, Jobkosten, Kosten für Hilfen im Haushalt und Kinderbetreuungskosten nachweisen. Wer bis zum 31. Mai noch nicht alle Belege beisammen hat, kann sie später nachreichen.

Der Artikel "Steuererklärung" ist in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift "Finanztest" und online unter www.test.de/steuertipps veröffentlicht.