Wiesbaden (dpa/rgm). Die Deutschen rauchen immer weniger Zigaretten. Der tägliche Konsum fertiger Zigaretten sank von 391 Millionen Stück im Jahr 2001 auf 229 Millionen Stück im Jahr 2010, wie das Statistische Bundesamt zum heutigen Weltnichtrauchertag berichtet. Allerdings habe der tägliche Verbrauch von Feinschnitt für selbst gedrehte Zigaretten von 50 Millionen auf 93 Millionen Stück zugenommen.

Auch bei Zigarren und Zigarillos sei im selben Zeitraum ein Anstieg zu verzeichnen - von 7 auf 11 Millionen Stück. Datenbasis für die Wiesbadener Statistiker war nur die Zahl der versteuerten Tabakwaren im jeweiligen Kalenderjahr. Demnach liege der tatsächliche tägliche Verbrauch insbesondere bei Zigaretten höher.

2009 rauchten über alle Altersgruppen und beide Geschlechter 25,7 Prozent der Deutschen. Nimmt man diesen Wert auch für 2010 an, dann rauchte im Jahr 2010 jeder Raucher im Schnitt 16 Zigaretten am Tag.

Der Welt-Nichtraucher-Tag wurde am 31. Mai 1987 von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgerufen. Ansprechpartner für die deutsche Kampagne sind die Deutsche Krebshilfe e.V. und das Aktionsbündnis Nichtrauchen der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V..

Das Motto des diesjährigen Welt-Nichtraucher-Tages lautet: "Die Marketing-Strategien der Tabakindustrie".

Um den Trend zum Nichtrauchen bei Erwachsenen stärker zu fördern, startet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)anlässlich des Weltnichtrauchertages die neue Initiative "Wir sind rauchfrei!". Im Mittelpunkt steht das BZgA-Internetportal zur Förderung des Nichtrauchens.

www.rauchfrei-info.de