Berlin (epd/dapd/dpa). Die Spendenbereitschaft der Deutschen nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan wächst. Noch ist aber unklar, ob Japan überhaupt Hilfe anfordern wird. Das Geld fließt bei seriösen Spendenorganisationen derzeit direkt an Partner in Japan. Damit werden dann Decken, Medikamente oder Essen finanziert.

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Rudolf Seiters, sagte gestern, das Spenden-Geld werde für die Nothilfe, für den Wiederaufbau und die Katastrophenvorsorge verwendet. Über die konkrete Verwendung der Spendengelder entscheide das Japanische Rote Kreuz.

Die Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft unterstützen aktuell ihre japanischen Schwesterorganisationen und Partner mit finanziellen Mitteln in der Nothilfe. Verteilt werden weiterhin Nahrungsmittel, Trinkwasser, Decken und Matten an Betroffene in Notunterkünften.

Andere Hilfsorganisationen wie die evangelische Diakonie Katastrophenhilfe sehen sich angesichts der großen Spendenbereitschaft für Japan vor einem Dilemma. Das evangelische Hilfswerk hat Spender gebeten, ihr Geld nicht ausschließlich für Japan zur Verfügung zu stellen, sondern für den allgemeinen Katastrophenfonds.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) veröffentlicht auf seiner Internetseite www.dzi.de eine Liste mit seriösen Hilfsorganisationen.