Düsseldorf (dapd). Zwischen März und Mai ist Pflanzzeit für alle im Sommer blühenden Blumenzwiebeln. Auch Lilienzwiebeln kommen jetzt in die Erde. Mit ein bisschen Planung und geschickter Sortenauswahl lassen sich die majestätischen Blumen den ganzen Sommer über draußen genießen.

Lilien bevorzugen meist einen sonnigen Standort. Optimal sei es, wenn ihr Wurzelbereich im Schatten von Bodendeckern oder niedrigen Stauden vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werde, teilt das Internationale Blumenzwiebel-Centrum in Düsseldorf mit. Wer keinen Garten hat, kann die Zwiebelschönheiten auch in Kübel pflanzen. Allerdings sei dann ein guter Wasserabzug wichtig, denn die meisten Lilien mögen es zwar feucht, vertragen aber keine Staunässe. Am besten kommen Lilien in Gruppen zur Geltung. Die Fachleute empfehlen, mindestens drei Zwiebeln zusammenzupflanzen. Für den Topfgarten eignen sich Sorten besonders gut, die nicht höher als 70 Zentimeter werden. Dazu gehören die Sorten Avignon (orangerot), Cordelia (goldgelb), Le Rève (rosa), Marco Polo (weiß mit rosa behauchten Blütenblättern) oder die nur 40 Zentimeter hohe Sorte Mona Lisa (zartrosa mit dunkelrosa Adern und kleinen, dunklen Einsprengseln, stark duftend).

Eine der ältesten Kulturpflanzen

Die Madonnenlilie (Lilium candidum) gehört zu den ältesten Kulturpflanzen. Der wissenschaftliche Artname candidum bedeutet rein und weiß. Liliendarstellungen finden sich bereits 4500 vor Christus als Ornamente auf Säulenkapitellen, einem Königsthron und einem Sarkophag im alten Ägypten. Im Christentum des Mittelalters wurde die Lilie aufgrund ihrer strahlend weißen Farbe zum Symbol der Reinheit.

Kennzeichnend für die Gattung Lilie ist die Zwiebel mit überlappenden Schuppen, die je nach Art fest oder locker sind. Anders als zum Beispiel Tulpen, Narzissen oder Allium besitzen Lilienzwiebeln keine feste Außenhaut. Daher sollten sie auch nie längere Zeit frei und ungeschützt lagern.

Die Lilie ist dabei relativ pflegeleicht und überaus robust. Die meisten Zwiebeln sind nach Angaben der Experten in hiesigem Klima sogar winterhart.