Hamburg/Dessau (dpa). Ein Bericht über gesundheitsschädliche Ausdünstungen hat die Diskussion um Energiesparlampen befeuert. Tests im Auftrag des NDR-Verbrauchermagazins "Markt" hätten ergeben, dass Lampen verschiedener Hersteller potenziell krebserregende Dämpfe freisetzten, hieß es in einer Mitteilung des Senders. Demnach wurden bei den Untersuchungen "deutlich messbare Mengen" an Phenol festgestellt. Dieser Stoff stehe im Verdacht, Krebs zu erregen. Außerdem seien noch weitere giftige Stoffe entdeckt worden.

Das Bundesumweltamt widersprach dieser Einschätzung. "Die Konzentrationen von flüchtigen organischen Verbindungen aus Energiesparlampen, die wir in Innenräumen erwarten, sind sehr gering. Sie lassen keine gesundheitlichen Wirkungen befürchten", hieß es in einer Stellungnahme zu dem NDR-Bericht.

Das vom NDR beauftragte Labor habe neue Energiesparlampen in einer kleinen Prüfkammer drei Tage brennen lassen. Emissionen seien dabei zu erwarten gewesen. Das Labor habe aber nur die Konzentration in der Prüfkammer angegeben, nicht die Konzentration in einem realen Wohnraum. "Die hier gemessenen niedrigen Konzentrationen sind in einem realen Wohn- oder Arbeitsraum vermutlich vernachlässigbar gering. Von den Konzentrationen gehen also keine gesundheitlichen Gefahren aus", stellte das Umweltbundesamt fest.

Zuvor hatten schon Berichte über in Energiesparlampen enthaltenes Quecksilber die Verbraucher verunsichert. Dies wird aber nur freigesetzt, wenn Lampen zerbrechen.