Experten empfehlen zwei bis drei Sitze für ein Kinderleben: Eine Babyschale für die ersten 10 bis 15 Monate, einen Gruppe-I-Sitz bis zum vierten Lebensjahr und einen mitwachsenden Sitz der Gruppe II/III für die Zeit von 4 bis 12 Jahren. Alternative: Ein mitwachsender Sitz der Gruppe 0/I (der Babyschale und Kindersitz vereint) oder ein mitwachsender Sitz der Gruppe I/II/III. Dann braucht es insgesamt nur zwei Sitze.

Babys und Kleinkinder reisen am sichersten gegen die Fahrtrichtung. Bei einem Aufprall ist ihre empfindliche Halswirbelsäule so besser geschützt. Babyschalen sind rückwärts gerichtet konstruiert. Unfallforscher empfehlen den rückwärts gerichteten Sitz auch für ältere Kinder, etwa bis vier Jahre. In Skandinavien sind solche Sitze längst üblich. Die rückwärts gerichteten Sitze brauchen mehr Platz, der Einbau in Kleinwagen ist schwierig. Die Mühe zahlt sich aus: durch mehr Sicherheit.

Kinder ab vier Jahren fahren in ihren Sitzen dagegen stets in Fahrtrichtung. Die Nackenmuskulatur ist bei größeren Kindern besser ausgeprägt und der Kopf ist im Vergleich zum Körper nicht mehr so schwer. Gut angeschnallt und geschützt im Kindersitz können ältere Kinder die Schleuderkräfte bei einem Unfall sicher überstehen. Autogurt und Sitzerhöhung reichen dafür nicht. Nur ein Kindersitz mit Rückenlehne, Kopfstütze und Seitenschutz ist sicher.

Ob der Kindersitz vorn oder hinten im Fahrzeug montiert wird, spielt für die Sicherheit kaum eine Rolle. Auch der Beifahrersitz ist ok. Wichtig: Schalten Sie den Beifahrer-Airbag ab, wenn Sie einen rückwärts gerichteten Sitz montieren. Für vorwärtsgerichtete Kindersitze gilt: Beifahrersitz nach hinten zurückschieben, Airbag angeschaltet lassen.