Stuttgart ( ddp ). Die Kräuselkrankheit ist die bedeutendste Pilzkrankheit des Pfirsichs, von der auch Aprikosen und Nektarinen befallen werden können. Beim Laubaustrieb im Frühjahr sind die Blätter gekräuselt und missgebildet, sie vertrocknen später und fallen ab, informiert das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg. Der Baum trägt weniger Früchte und wird insgesamt geschwächt.

Nach Auskunft der Experten infiziert der Pilz schon sehr früh die Knospen, sobald diese anfangen zu schwellen. Das geschehe häufig bei milder Witterung mit Temperaturen über zehn Grad bei gleichzeitigen Niederschlägen. Dann sollte die erste Behandlung mit Pilzspritzmitteln erfolgen und bis zur Blüte weitergeführt werden, raten die Fachleute.

Bei Neupflanzungen sollten Gartenbesitzer möglichst weißfleischige Sorten wählen, da diese weniger anfällig gegenüber der Kräuselkrankheit sind. Hierzu gehören " Alexander ", " Benedicte ", " Früher Roter Ingelheimer ", " Rekord aus Alfter ", " Roter Ellerstädter " ( Synonym : " Kernechter vom Vorgebirge ") und " Amsden ".

Unter den gelbfleischigen Sorten gilt " Dixired " als weniger anfällig, bei den rotfleischigen ist die Sorte " Roter Weinbergspfirsich " ( Synonym " Peche de Vigne ") sehr robust.