Magdeburg ( rgm ). Nach der Rekordausgabe von neun Briefmarken im Wert von 13 Euro im Vormonat hält sich die Deutsche Post im Februar mit vier Sondermarken ( darunter zwei aus der Serie " Für den Sport " mit Zuschlägen ) mit insgesamt 2, 90 Euro zurück.

XXI. Olympische Winterspiele 2010 ( 55 + 25 Cent ) : An diesen Spielen in der am Pazifik gelegenen kanadischen Stadt Vancouver mit über 600 000 Einwohnern, in zwei Vororten und dem 125 Kilometer entfernten Whistler in den Bergen, fallen vom 12. bis 28. Februar 2010 in 15 Sportarten 86 Entscheidungen. Aus 80 Ländern werden 2700 Aktive erwartet.

X. Winter-Paralympics in Vancouver ( 45 + 20 Cent ) : Bei diesen nacholympischen Winterspielen der Behinderten vom 12. bis 21. März 2010 kämpfen zirka 600 Sportlerinnen und Sportler in den Disziplinen Ski-Alpin, Ski-Nordisch, Sledge-Eishockey ( Eishockey auf Schlitten ) und ( Rollstuhl- ) Curling auf dem Eis um olympische Medaillen. Zirka 80 Teilnehmer aus Deutschland, darunter erstmals eine Curlingmannschaft, nehmen daran teil.

Diese Sportmarken gestaltete Lutz Menze aus Wuppertal. Zwei weitere Marken zu der Serie " Für den Sport " sind am 8. April zu den Themen Fußball-Weltmeisterschaft und Eishockey-Weltmeisterschaft zu erwarten.

Jüdischer Hochzeitsring Erfurt ( 90 Cent ) : Corinna Rogger aus Biberach hat die Sondermarke für Kompaktbriefe entworfen. Sie zeigt einen jüdischen Hochzeitsring, der im 14. Jahrhundert gefertigt wurde. Dieser Ring ist aus Gold, 4, 7 Zentimeter hoch und besteht aus zahlreichen Einzelteilen eines Gebäudes. In die Dachflächen des Gebäudes ist das hebräische " Masel Tow " eingraviert, das " viel Glück " bedeutet.

Dieser einmalige Ring ist Prunkstück eines 28 Kilogramm schweren Gold- und Silberschatzes aus dem Jahr 1349, der 1998 im ehemaligen jüdischen Viertel Erfurt gefunden wurde. Der Besitzer vergrub aus Furcht vor der Pest und fremdem Zugriff 3141 Silbermünzen, 14 Silberbarren, Gold, Silber und Edelsteine. Nach Ausstellung des sagenhaften Schatzes in Europa und Übersee wird er seit Oktober 2009 im Keller der Alten Synagoge Erfurt präsentiert.

100 Jahre " Mensch ärgere Dich nicht " ( 55 Cent ) : 1910 erschien erstmals das von Josef Friedrich Schmidt entwickelte Spiel " Mensch ärgere Dich nicht ", das damals nicht den gewünschten Verkaufserfolg hatte. Daraufhin verschickte der Erfinder zu Beginn des Ersten Weltkriegs 3000 Spiele an Soldaten in den Lazaretten, die sich damit die Zeit vertreiben sollten. Bald war das Spiel in aller Welt beliebt, und mehr als 70 Millionen Spiele begeisterten seitdem nicht nur die Kinder. Auch in unserem " Elektronik-Zeitalter " werden jährlich über 100 000 " Menschärgere-dich-nicht " -Spiele verkauft. Die Sondermarke gestaltete Prof. Henning Wagenbreth aus Berlin.