Kaarst ( rgm ). Nun ist es wieder soweit : Der Bärlauch zeigt sich in frischem Grün und streichelt bei Spaziergängen die Sinne. Nicht nur in der heimischen Küche trumpft der geschmacksähnliche Bruder des Knoblauchs gerade im Mai so richtig auf, sondern erweist sich bereits seit Jahrhunderten als eines der natürlichen Heilmittel, das bei einer Vielzahl von Beschwerden Linderung verschaffen kann. Doch so effektiv sich der Bärlauch auch zeigt, so tauchen besonders bei Selbstsammlern einige Risiken während des Pflückens auf, die Jahr für Jahr immer wieder zahlreiche Vergiftungen oder gar Todesfälle verzeichnen lassen.

Der Teufel steckt in minimalen Unterschieden zwischen dem Bärlauch ( Allium ursinum ) und den giftigen Maiglöckchen, Herbstzeitlosen und den jungen Pflanzenteilen des Aronstabs, wie das Internetportal www. paradisi. de informiert. Aufgrund der recht hohen Ähnlichkeit unterliegen Laiensammler der Gefahr, nicht den Bärlauch in den Korb zu legen, sondern eben eine dieser anderen Pflanzen, die bei Verzehr zu vielfältigen Vergiftungserscheinungen führen. Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Herzrhythmusstörungen und bei sehr starken Vergiftungen ein komplettes Organversagen können auftreten und eine umgehende Reaktion erfordern.

Derartige Risiken lassen sich jedoch vermindern. Hierunter fällt unter anderem der Kauf von Bärlauch auf dem Wochenmarkt oder im gut sortierten Obst- und Gemüsehandel, wobei sich Bärlauch auch sehr einfach und folglich sicher im eigenen Garten oder auf dem Balkon heranziehen lässt. Letzteres bietet neben dem Sicherheitsaspekt zusätzlich den Vorteil, die Bärlauchpflanze nach Bedarf zu ernten und frisch zu verarbeiten.