Magdeburg ( ahi ). Auf der Ratgeberseite vom Montag rät der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz ( KS ) jedem Handy-Besitzer, " in sein Handy-Adressbuch die Person einzugeben, die im Notfall durch Polizei, Feuerwehr oder Erste Hilfe anzurufen ist, und zwar unter einem einheitlichen Begriff. " Dazu empfiehlt der KS das international übliche " ICE " ( englisch = In Case of Emergency ). "

Das Deutsche Rote Kreuz ( DRK ) Sachsen-Anhalt sieht diese Empfehlung skeptisch : " Wir raten niemandem davon ab, solche Nummern einzuspeichern. Nur hat es für die Arbeit des Rettungsdienstes keine Bedeutung. Das DRK hat bei einem Notfall die oberste Pflicht, Leben zu retten und Patienten optimal zu versorgen. Die Feststellung der Personalien und die Information der Angehörigen aber ist Aufgabe der Polizei ", so Pressesprecher Dirk Rohra. Das Rote Kreuz rät, für Notfälle die Notrufnummer 112 einzuspeichern. Diese Nummer gelte für ganz Deutschland und sogar europaweit. Rohra : " In der Hektik eines Notfalls haben viele Menschen, die helfen wollen, die Notrufnummer nicht parat. Deshalb ist die 112 die wichtigste Nummer, die wir zum Einspeichern empfehlen. Sie ist kostenfrei und kann auch vom Handy aus ohne Vorwahl gewählt werden. "

Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland teilt die Auffassung des DRK und empfiehlt, im Geldbeutel oder bei den Papieren eine Notiz mit Namen, Anschrift und Telefonnummer der im Notfall zu informierenden Personen zu hinterlegen. Dann könnten die zuständigen Personen im richtigen Moment die notwendigen Schritte einleiten.