Heutzutage spielt Selbstständigkeit im Alter eine immer größere Rolle : Eigene Interessen, der persönliche Freundeskreis, vor allem aber die eigenen vier Wände, das eigene Haus möchte man sich erhalten. Niemand will hilfsbedürftig oder abhängig sein. Solange man gesund und fit ist, ist das kein Problem. Doch mit steigendem Alter können Erkrankungen und körperliche Beeinträchtigungen zunehmen. Ein Hausnotruf kann helfen.

Berlin ( rgm ). " Was passiert, wenn ich einmal stürze ?", sorgen sich Betroffene. Angehörige älterer Menschen fragen sich hingegen, wie Sie trotz großer Entfernungen oder fehlender Zeit für die medizinische Sicherheit ihrer Lieben sorgen können.

In diesem Fall kann der Hausnotruf helfen. Der Hausnotruf ist ein System, das die schnelle medizinische Versorgung in Notfällen sicherstellt. Und das bequem und sicher : Per Knopfdruck. Ein kleines Gerät, so groß wie eine Armbanduhr, dient dazu, selbstständig Hilfe zu holen. Befindet sich der Betroffene in einer Notsituation, bedient er dieses Gerät mit nur einem Knopfdruck und sendet so umgehend ein Signal an die Einsatzzentrale, die sofort alles Nötige in die Wege leitet : Kontaktpersonen, Bereitschaftsdienste oder der Notdienst werden auf den Weg geschickt !

Dabei trägt der Hausnotruf vor allem einer Sache Rechnung : Er gewährt Betroffenen wie Angehörigen weiterhin den gewohnten Freiraum und orientiert sich an den Bedürfnissen älterer Menschen.

" Tatsächlich wird jeder seiner Persönlichkeit entsprechend allmählich älter und es bedarf innovativer Konzepte, um die Lebensführung Älterer individuell zu gestalten ", sagt Peter Balz, Vorsitzender der Initiative Hausnotruf.

Hausnotruf könnte eines dieser Konzepte für unsere Gesellschaft werden, denn er erleichtert das Leben für alle Beteiligten : Betroffene fühlen sich nicht allein gelassen und Angehörige wissen, dass Ihre Lieben gut versorgt sind.

Der Hausnotruf steht für Freiheit und Sicherheit im Alter – für Betroffene und Angehörige gleichermaßen.

Wie funktioniert es ?

1. Bei Unwohlsein oder im Notfall drückt der Teilnehmer den am Körper getragenen so genannten Funkfinger, den man als Kette, als Armband oder im Uhrenformat tragen kann.

2. Der Notknopf sendet den Notruf an ein telefongroßes Hauptgerät in der Wohnung, welches automatisch die 24-Stunden-Notrufzentrale anfunkt.

3. Die Notrufzentrale versucht umgehend über die Lautsprecherfunktion am Hauptgerät Sprechkontakt mit dem Patienten herzustellen. Durch die Rücksprache kann eine vereinbarte Kontaktperson ( Nachbarn, Hausarzt, Familie ) bzw. der Bereitschafts- oder Notdienst informiert werden. Antwortet der Hausnotrufteilnehmer nicht, wird automatisch der Rettungswagen verständigt.

4. Die Einsatzzentrale verfügt über sämtliche relevanten Informationen zur Person – Name, Anschrift, Angehörige, behandelnde Ärzte, Krankengeschichte etc. Außerdem kann ein Zweitschlüssel für ungehinderten Zugang zu Haus und Wohnung statt z. B. bei den Nachbarn auch direkt in der Einsatzzentrale hinterlegt werden. Das spart lebenswichtige Zeit und Kosten für den Schlüsseldienst, wenn der Patient die Wohnungstür nicht selber öffnen kann.

5. Eintreffen des Rettungsdienstes oder der Kontaktperson vor Ort und Sicherstellung der weiteren Versorgung.