Stuttgart ( rgm ). Fast jeder leidet hin und wieder unter Verdauungsstörungen, einem Grummeln und Ziehen im Bauch oder leichten Krämpfen. Treten jedoch akute Bauchschmerzen, zunehmender Brechreiz und eine rasche Verschlechterung des Allgemeinzustands auf, dann sollte man schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen : Denn bei diesen Beschwerden handele es sich um typische Symptome eines Darmverschlusses und der könne lebensbedrohlich werden, erklärt der Stuttgarter Hausarzt Suso Lederle.

Durch einen solchen Verschluss ist die Darmpassage teilweise oder vollständig behindert. Die Folge : Der Nahrungsbrei wird nicht mehr weitertransportiert und staut sich im Darm. Man unterscheide dabei zwischen sogenannten mechanischen und paralytischen Verschlüssen, erläutert der Experte. Mechanische Behinderungen können durch einen verhärteten Darminhalt hervorgerufen werden – beispielsweise, wenn jemand sehr ballaststoffreiche Kost, aber zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt. Auch eine ungünstige Verschlingung des Darms kann eine solche mechanische Barriere verursachen. " Kinder im Alter zwischen 3 und 8 Jahren sind besonders gefährdet ", erzählt Lederle.

Bei paralytischen Verschlüssen ist das Innere des Darms zwar durchgängig, aber die Darmmuskulatur ist gelähmt. Ursachen sind vor allem Entzündungen im Bauchraum. Die Darmlähmungen können aber auch Folge von Vergiftungen durch Medikamente oder Psychopharmaka sein. Und auch ein gestörter Elektrolythaushalt könne die Lähmung auslösen.