Magdeburg ( rgm ). Der Winter hat Ostdeutschland fest im Griff : Die Temperaturen steuern immer neue Rekord-Tiefstwerte an, Schnee, Eis- und Schneeglätte behindern den Straßenverkehr. Wenn der Vordermann plötzlich bremst, kann es auch für vorsichtige Fahrer eng werden. Daher sollte die Fahrweise den Straßenverhältnissen angepasst werden. Hier die sechs wichtigsten Verhaltensregeln des ADAC Niedersachsen / Sachsen-Anhalt für die Winterfahrt, damit es gar nicht erst zum " Ernstfall " kommt :

Bereits am Vorabend Wetterbericht hören : Sind Schneefall und Eisglätte vorhergesagt, Staus und Verspätungen einkalkulieren, früher starten oder, wenn möglich, auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

Alle Scheiben frei : Vor dem Losfahren alle Scheiben gründlich von Schnee und Eis befreien. Wer nur ein Guckloch frei macht, gefährdet nicht nur sich selbst und andere, sondern kann auch an einem Unfall mitschuldig sein und riskiert ein Bußgeld von bis zu 80 Euro und drei Punkte in Flensburg.

Bremsprobe machen : Nach wenigen Metern Fahrtstrecke eine Bremsprobe machen, um ein Gefühl für die Straßenverhältnisse zu bekommen. Vorher in den Rückspiegel schauen.

Keine Schleichwege : Nicht auf Schleichwege durch ruhige Wohnstraßen ausweichen. Diese sind oft kaum gestreut und werden erst zum Schluss, manchmal gar nicht, geräumt.

Sicherheitsabstand erhöhen : Extra großen Sicherheitsabstand halten und vor Kreuzungen genau auf vorausfahrende Fahrzeuge achten. Nicht erst kurz vor der Kreuzung bremsen, da es hier meist besonders glatt ist.

Achtung Brücken : Auf Brücken besonders vorsichtig fahren, sie können im Winter heimtückische Glatteis-Fallen sein, weil sie von oben und unten " gekühlt " werden. Vor allem Nebel kann sich an kalten Tagen als Eis niederschlagen und Brücken in Rutschbahnen verwandeln.

Autofahrer sollten bei diesen Wetterverhältnissen auch an die Winter-Ausrüstung denken. Bei hohen Minusgraden gehört der Türschloss-Enteiser in die Manteltasche und nicht ins Auto, ausreichend Frostschutz in die Scheibenwaschanlage sowie Eiskratzer, Handfeger, Starthilfekabel und Decke ins Auto.

Außerdem hat das winterliche Schmuddelwetter noch weitere Tücken, denn Spritzwasser und verdreckte Straßen verschmutzen das Auto rasch. Kraftfahrer sollten zu ihrer eigenen Sicherheit und zur guten Sichtbarkeit unbedingt auf eine saubere Beleuchtungsanlage achten. Außerdem droht bei verdreckten Scheinwerfern ein Verwarnungsgeld von 10 bis 35 Euro.