Düsseldorf ( epd ). Verbraucherschützer kritisieren kurz vor dem Osterfest die Auszeichnung von Eiern. Bei den Angaben zur Haltungsform und bei den Erzeugercodes auf den Eiern werde oft " getrickst und geschludert ", teilte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gestern in Düsseldorf mit. Bei einem vom Landesumweltministerium finanzierten Eier-Check von losen und verpackten Proben waren vier von zehn mangelhaft.

Vor allem beim Kauf loser Eier erlebten die Kunden kurz vor Ostern böse Überraschungen, kritisierten die Verbraucherschützer. Ob Bio- oder Käfigei, ob deutsch, niederländisch oder russisch : Wegen fehlerhafter Angaben merkten die Kunden oft nicht, welche Eier sie kaufen. Für ihre knapp 400 Stichproben gingen die Tester in 72 Geschäfte und 14 Wochenmärkte in acht nordrhein-westfälischen Städten.

Das Ergebnis : Bei 154 Angeboten ( 39 Prozent ) schummelten oder patzten Händler und Produzenten bei der Kennzeichnung. " Vor allem bei loser Ware, die bevorzugt auf Wochenmarktständen, aber auch in Bio-Läden angeboten wird, gab es auffällig viele Gesetzesverstöße ", hieß es. Die Verbraucherzentrale weist daraufhin, dass seit 1. Juli 2005 in den EU-Mitgliedstaaten auch für Direktvermarkter auf Wochenmärkten einheitliche Kennzeichnungsregeln zur Herkunft und Haltung von Eiern gelten. Demnach müssen sämtliche nach Güte- und Gewichtsklassen sortierten Eier mit einem Zifferncode auf ihrer Schale gestempelt sein. Dieser verrät, woher die Ware kommt.

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