Die ersten warmen Tage des Jahres verführen vorschnell dazu, die Winterkleidung in den hintersten Winkel des Schrankes zu legen. Doch Vorsicht ist geboten ! Ungewaschen bietet sie dort schnell ein gefundenes Fressen für Kleidermotten, denn diese bevorzugen Schweißgeruch und Hautschüppchen an tierischen Fasern.

Magdeburg ( rgm ). Selbst wer bislang noch nicht von diesen Plagegeistern heimgesucht worden ist, sollte sich nicht in Sicherheit wiegen, denn in ganzjährig kuschelig warmen Stuben hat die Mottenbrut optimale Bedingungen für ihre Entwicklung. Immerhin vernascht die Nachkommenschaft einer einzigen Motte bis zu 40 Kilogramm Wolle in einem Jahr – also genug, um die Winterkollektion restlos zu ruinieren.

Motten kommen durch offene Fenster, Ritzen oder Spalten ins Haus und legen ihre Eier bevorzugt in dunkle Ecken. Wenn an der Futterquelle noch der Geruch des Trägers anhaftet, fühlen sich die kleinen Biester erst so richtig wohl.

Wer also noch im nächsten Winter Freude am Wollpullover haben will, sollte ein paar einfache Tipps beherzigen, rät Christian Böhme, Fachkoordinator Umwelt der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt :

• Kleidungsstücke, Decken und ähnliches aus Wolle oder mit einem Wollanteil sollten vor längerem Einlagern gewaschen, danach in Zeitungspapier oder Leinen eingeschlagen und in gut schließenden Papierbeuteln, Kleidersäcken oder Bettbezügen aufbewahrt werden.

• Selten benutzte Kleidung, Felle, Decken oder Wandteppiche sollten regelmäßig ausgeklopft, ausgelüftet und in die Sonne gelegt werden.

• Vorbeugend gegen Motten können Naturprodukte mit ätherischen Ölen verwendet werden, die eine abstoßende Wirkung auf die Insekten ausüben. Wohlriechende, aber Motten abschreckende Öle sind zum Beispiel in Lavendel, Zedernholz oder in Walnussblättern

• Fliegennetze an Fenstern und Balkontüren verhindern den Zuflug von Motten.

Beim Kauf von " natürlichen " Mottenbekämpfungsmitteln

sollte genau auf die Inhaltsstoffe auf der Rückseite der Verpackung geachtet werden. Gerade bei Kleidermotten werden häufig Produkte mit chemisch-synthetischen Wirkstoffen markant mit den Aufschriften " Lavendelduft " oder " Zedernduft " beworben, so dass der Verbraucher leicht den Eindruck gewinnen kann, es würde sich um ein Mittel mit natürlicher Wirkung handeln.