In vielen Haushalten Sachsen-Anhalts leben Tiere. Sie

standen am vergangenen

Dienstag im Mittelpunkt eines Telefonforums mit Tierärzten aus Sachsen-Anhalt. Uwe

Seidenfaden stellte einige

Fragen und Antworten

zusammen.

Frage : Unser Dackel ist fünf Jahre alt. Seit einigen Wochen will er nicht mehr Treppen steigen. Er springt auch nicht mehr vom Stuhl. Woran kann das liegen ?

Antwort : Das kann ein Hinweis auf einen Bandscheibenschaden – eine beginnende Dackellähmung – sein. Sie sollten den Hund möglichst nur in der Ebene laufen lassen und alle Bewegungen vermeiden, bei denen die Wirbelsäule stark gekrümmt wird. Wenn eine Lähmung auftritt und sich das Tier nicht mehr bewegt, dann müssen Sie den Hund sofort zum Tierarzt bringen.

Frage : Ich bin Schäfer. Warum bekomme ich keine Informationen über den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen und Wegen, die an meine Weiden angrenzen ? Es sterben Tiere und ich erhalte von den Landwirten keine Informationen über die verwendeten Mittel und Gegenmittel. Die zuständigen örtlichen Behörden reagieren auch nicht auf meine Hilferufe. Was kann ich tun ?

Antwort : Wenden Sie sich an das Landesverwaltungsamt in Halle. Telefon : ( 0345 ) 5141377, Internet : www. sachsen-anhalt. de / LPSA /.

Frage : Etwa alle vier bis fünf Monate kommt es vor, dass mein Yorkshire Terrier weißgelben Schleim erbricht. Ist das gefährlich ?

Antwort : Gelegentliches schleimiges Erbrechen ist bei Hunden noch normal. Wenn es öfter als etwa einmal im Vierteljahr auftritt, dann sollten Sie den Hund zu einem Tierarzt bringen.

Frage : Mein Hund frisst nach dem Kämmen seine Haare. Kann das gefährlich sein ?

Antwort : Vermutlich ist es der Spieltrieb. Sie sollten aufpassen, dass der Hund nicht zu viele Haare frisst. Sie werden nämlich nicht verdaut. Wenn das Tier nur wenige Haare aufnimmt, ist das nicht so schlimm.

Frage : Ich koche für meinen Zwergdackel selbst. Darf ich das Fressen salzen ?

Antwort : Nur minimal. Besser gar nicht.

Frage : Wann sollten Katzen zum ersten Mal geimpft werden ?

Antwort : In der 7. bis 8. Lebenswoche. Die Impfungen sind in der 12. bis 13. Lebenswoche zu wiederholen. Die Nachimpfungen sind wichtig, um eine vollständige Grundimmunisierung zu erreichen. Vorher sollten die Katzen entwurmt werden.

Frage : Unsere Tochter hat einen Hundewelpen geschenkt bekommen. Wann ist es ratsam, ihn kastrieren zu lassen ?

Antwort : Bei der Kastration gibt es keine Altersuntergrenze. Wir empfehlen deshalb das Tier zu kastrieren, bis es geschlechtsreif ist. Das ist nach etwa einem dreiviertel Jahr der Fall.

Frage : Ich habe einen Bordercollie. Er kratzt sich ständig. Flöhe konnte ich bei ihm nicht feststellen. Was kann die Ursache für sein Verhalten sein ?

Antwort : Verschiedene Ursachen kommen dabei in Frage. Einerseits kann man Flöhe leicht übersehen.

Es kann sich aber um einen Parasitenbefall, aber auch um eine Allergie oder eine hormonelle Störung handeln.

Auch eine Unterfunktion der Schilddrüse kann bei Hunden zu Juckreiz führen. Wir raten, das Tier von einem Tierarzt untersuchen zu lassen.

Frage : Vor einem Monat habe ich meiner Tochter sieben Wochen alte Wellensittiche geschenkt. Auf die Stimme meiner Frau und meiner Tochter reagieren die Vögel besser als auf meine Stimme. Was kann ich tun, um die Vögel zum Sprechen zu bringen ?

Antwort : Am besten ist es, die Tiere täglich anzusprechen. Wichtig ist es, den Vögeln kurze Worte immer wieder und in der gleichen Weise vorzusagen. Die größten Chancen, Wellensittiche zum Sprechen zu bringen, haben Kinder mit ihren hohen Stimmen. Unter Umständen ist die Mühe aber vergeblich, denn nicht alle Wellensittiche sind gelehrig. Es gehört nicht zum artgerechten Verhalten, wie Menschen zu sprechen.

Frage : Mein Hund frisst Walnüsse im Garten. Müssen wir uns Sorgen machen ?

Antwort : Walnüsse können im Dünndarm hängen bleiben und dann zu einem Darmverschluss führen. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass das Tier keine Walnüsse frisst.

Frage : Wir haben zwei ältere Abessinier-Katzen, die fast nur im Haus leben. Sie wurden bisher immer geimpft. Meine Freundin meinte, darauf kann man im Alter verzichten. Stimmt das ?

Antwort : Eine Tollwutimpfung bei Tieren, die hauptsächlich in der Wohnung leben, ist nicht erforderlich. Aber auch diese Tiere können sich zum Beispiel mit einem Katzenschnupfen anstecken.

Wir würden deshalb empfehlen, die Impfungen nicht einzustellen. Schließlich wird ja gerade auch älteren Menschen eine jährliche Grippeschutzimpfung empfohlen.

Frage : Ich habe eine Katze von meiner Nachbarin übernommen, die in ein Pflegeheim umgezogen ist. Das Tier ist sehr wählerisch beim angebotenen Futter. Leider kann ich meine Nachbarin nicht fragen, welches Futter sie bislang gekauft hat. Was raten Sie mir ?

Antwort : Katzen sind sehr wählerisch. Ein Futterwechsel kann durchaus Probleme bereiten. Sie sollten das Tier behutsam an das Futter gewöhnen. Manchmal hilft es, das Tier aus der Hand zu füttern. Das Futter sollte etwas angewärmt werden. Füttern Sie das Tier immer zur gleichen Zeit, aus dem gleichen Napf.

Frage : Unsere Enkelin reagiert allergisch auf Katzenhaare. Deshalb scheidet auch ein Meerschweinchen als Haustier aus. Können wir es mit einem Wellensittich probieren ?

Antwort : Tierfreunde, die auf Allergene empfindlich reagieren, haben an Katzen, Hunden und an Vögeln oftmals keine lange Freude. Eventuell ist eine Schildkröte eine Alternative. Das setzt allerdings das Interesse und die genaue Kenntnis der Haltungsbedingungen sowie des Artenschutzes voraus.