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Frage: Ich habe bisher immer Actos-Tabletten (Pioglitazon) genommen. Das Medikament hat meine Ärztin abgesetzt. Ich bekomme jetzt Metformin. Stimmt es, dass Actos-Tabletten Krebs erzeugen können.
Antwort: Da die Frage des Krebsrisikos durch Actos noch nicht endgültig geklärt ist, wurde es vorläufig vom Markt genommen. Da auch noch andere Nebenwirkungen auftreten können und die Kosten des Medikamentes nicht durch die gesetzlichen Krankenkassen ersetzt werden, sollten andere Medikamente eingesetzt werden.
Frage: Ich bin seit einem Jahr Diabetiker (Typ 2) und nehme Medikamente (Metformin). Wie oft sollte ich selbst den Blutzucker messen?
Antwort: Da Sie keine intensivierte Insulintherapie bekommen, müssen Sie auch nicht regelmäßig vor dem Mahlzeiten ihre Blutzuckerwerte messen. Es reicht aus, wenn Sie vor dem Arztbesuch einmal den Nüchternblutzuckerwert vor der Mahlzeit und zwei Stunden nach dem Frühstück messen. Wenn der HbA1c-Wert im gewünschten Bereich liegt, ist keine regelmäßige Blutzuckermessung erforderlich.
Frage: Was sind optimale Blutzuckerwerte?
Antwort: Der Nüchternblutzucker, also der vor den Mahlzeiten gemessene Blutzucker, liegt normalerweise zwischen 4,5 bis 6 mmol/l. Eine Zuckerkrankheit liegt dann vor, wenn die Zuckerkonzentration im Blut bei einem nüchternen Menschen mehr als 7 mmol/l erreicht, bzw. die Werte nach dem Essen über 11,1 mmol/l liegen
Wichtig für die Kontrolle der Diabeteseinstellung ist der Langzeitwert (HbA1c). Er gibt die durchschnittliche Blutzuckerkonzentration der letzten acht bis zehn Wochen an.
Um Schäden an Gefäßen und Nerven zu verhindern, ist eine normnahe Blutzuckereinstellung mit einem HbA1c-Wert von 6,5 bis 7% anzustreben. Bei Diabetikern sollte jedoch ein persönliches Ziel für den Langzeitwert festgelegt werden, da, auch wegen der Gefahr von Unterzuckerungen, nicht für jeden Patienten ein HbA1c-Wert von 6,5 bis 7% sinnvoll ist.
Durch eine möglichst optimale Einstellung der Blutzuckerwerte beugt man Schäden an den Augen, dem Herzen, den Nieren und Amputationen von Gliedmaßen vor. Grundsätzlich gilt, dass eine Unterzuckerung mehr gefürchtet wird als kurzfristig erhöhte Blutzuckerwerte.
Frage: Ich bin 65 Jahre alt und seit acht Jahren Diabetikerin (Typ 2). In den letzten Jahren war ich fast jeden Tag auf Achse, doch seit einem Hüftgelenksbruch ist das nicht mehr möglich. Was können Sie mir empfehlen?
Antwort: Älteren Betroffenen mit den verschiedensten Beschwerden fällt das Sporttreiben meist schwer. Dennoch können sie ihrem Körper mit angemessenen und regelmäßigen körperlichen Belastungen etwas Gutes tun. Statt die Hüfte, kann man beispielsweise die Schulter- und Armgelenke mit bestimmten Übungen trainieren und so den Stoffwechsel ankurbeln. Empfehlenswert sind insbesondere Schwimmen und Wassergymnastik. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.
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