Magdeburg (rgm). Ab heute können Verbraucher beim Geldabheben am Automaten anderer Banken erkennen, welche zusätzlichen Gebühren anfallen. Der exakte Betrag wird auf dem Bildschirm angegeben. An Automaten, die noch nicht umgestellt wurden, wird ein Aufkleber angebracht. So kann der Kunde vor dem Abheben entscheiden, ob er das Entgelt akzeptiert oder den Automaten eines günstigeren Instituts nutzt, so die Verbraucherzentralen.

Die Privatbanken im Bundesverband Deutscher Banken haben sich entschieden, von Fremdkunden maximal 1,95 Euro pro Abhebung zu verlangen. Haben Banken des Verbands untereinander vereinbart, bei Kunden des jeweils anderen Instituts auf eine Gebühr fürs Fremdabheben zu verzichten, soll es auch künftig dabei bleiben.

Sparkassen und Volksbanken lehnen es ab, sich auf ein einheitliches maximales Entgelt festzulegen. Jede Sparkasse und jede Volksbank entscheidet selbst, wie viel fremde Kunden zahlen müssen. Es ist nicht einmal auszuschließen, dass ein Institut unterschiedliche Gebühren je nach Standort seiner Automaten verlangt. Die Verbraucherzentralen empfehlen, die Geldautomaten teurer Institute nach Möglichkeit zu meiden und die Verbraucherzentrale sowie das Kartellamt zu informieren, wenn ungewöhnlich hohe Entgelte verlangt werden. Denn nur den Druck der Kartellwächter und der Öffentlichkeit scheinen die Banken und Sparkassen ernst zu nehmen, so die Verbraucherschützer.