Magdeburg (rgm). In Deutschland sehen sich jedes Jahr rund 450000 Menschen mit der Diagnose Krebs konfrontiert. Diese Tatsache ist nicht nur mit körperlichen Veränderungen, sondern auch mit einer tiefgreifenden Verunsicherung in alles Bekannte und Bestehende verbunden. Krebspatienten benötigen daher nicht nur die bestmögliche medizinische Therapie, sondern auch seelische und soziale Begleitung. Um die psychosoziale Betreuung von Betroffenen als auch Beratungsangebote für Angehörige geht es beim 86. Medizinischen Sonntag am 23. Januar 2011. Beginn der gemeinsamen Vortragsreihe von Volksstimme, Urania und Uniklinikum Magdeburg ist um 10.30 Uhr im Uni-Hörsaal 1, Gebäude 26 (Nähe Uni-Bibliothek) in der Pfälzer Straße. Der Eintritt ist frei. Im Podium sitzen Prof. Dr. Jörg Frommer und die Constanze Wenzel.

Prof. Dr. med. Jörg Frommer leitet die Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Magdeburg. Er wurde 1996 an die Otto-von-Guericke-Universität berufen und hat an der Medizinischen Fakultät das Fach Psychosomatische Medizin und Psychotherapie etabliert und ausgebaut. An der Universität Heidelberg hat er Medizin und Philosophie studiert und war vor seinem Amtsantritt in Magdeburg unter anderem an den Universitätskliniken in Heidelberg, Homburg/Saar und Düsseldorf tätig. 2009 wurde ein von der Deutschen Krebshilfe initiiertes Projekt zur Förderung der psychosozialen Krebsberatung für Betroffene und Angehörige gestartet, das in Magdeburg von Prof. Frommer geleitet wird. An diesem Projekt sind Mitarbeiter der Uniklinik und der Magdeburger Krebsliga e.V. beteiligt. Unterstützt wird die Initiative vom Tumorzentrum Magdeburg/Sachsen-Anhalt e.V..

Constanze Wenzel arbeitet seit 2010 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der oben genannten Krebsberatungsstelle an der Uniklinik Magdeburg. In ihrer Forschungstätigkeit betreut sie ein Tanztherapieprojekt für Brustkrebspatientinnen. Sie hat an der Universität Bremen Psychologie studiert und absolvierte Ausbildungen unter anderem zur Heilpraktikerin für Psychotherapie und in integraler Tanz- und Ausdruckstherapie. Die Psychologin kann auf vielfältige Berufserfahrungen verweisen, ist Dozentin und Buchautorin zum Thema Tanz und Psychologie.

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