Nicht immer sind es purer Leichtsinn und maßlose Selbstüberschätzung, die zu schweren Ski- und Snowboard-Unfällen führen : Schon kleine Unachtsamkeiten während der Abfahrt oder eine mangelhafte Ausrüstung können schlimme Folgen haben. Um das Risiko zu reduzieren hat der internationale Skiverband verbindliche Verhaltensund Verkehrsregeln formuliert. " Seit Jahren werden diese FIS-Regeln bei gerichtlichen Auseinandersetzungen als Entscheidungsgrundlage herangezogen und dienen teilweise sogar als Grundlage für gesetzliche Regelungen ", erläutert Anne Kronzucker, Juristin bei der D. A. S. Rechtsschutzversicherung. Demnach müssen Skifahrer ihr eigenes Können richtig einschätzen und ihre Fahrweise darauf abstimmen. Zudem sollten sie auf Sicht fahren und stets mit unvorsichtigem Verhalten anderer Wintersportler rechnen. Umgekehrt dürfen sich Pistenteilnehmer auch nicht ohne Not an unübersichtlichen oder engen Stellen aufhalten und andere dadurch zu riskanten Bremsmanövern zwingen. Kommt es hingegen durch ungenügende Pistenabsicherungen zu Unfällen, können auch Pistenbetreiber oder Reiseveranstalter zur Verantwortung gezogen werden.