Bonn ( ddp ). Ein Weihnachtsstern muss keine Wegwerfpflanze sein. " Zwar verlieren seine Blätter ihre rote Färbung, wenn zum Frühjahr die Tage wieder länger werden ", sagt Heinz Herker, Präsident des Zentralverbands Gartenbau in Bonn. Mit ein wenig Übung und Experimentierfreude kann man dem Weihnachtsstern aber im nächsten Herbst zur folgenden Adventszeit wieder das gewünschte Rot verpassen. Zu viel Wasser ist nach Herkers Worten Gift für jede Zimmerpflanze und insbesondere für den Weihnachtsstern, da dieser noch wurzelempfindlicher ist als andere Arten. " Gelbe Blätter sind ein sicheres Zeichen dafür, dass die Pflanze übergossen wurde ", sagt der Experte. Ein helles Plätzchen möglichst auf der Fensterbank ist dagegen unverzichtbar.

Dabei macht ihm im Winter auch die trockene Heizungsluft nichts aus. Sie kann allerdings zum Befall mit Spinnmilben führen, die an den Blattunterseiten sichtbar werden. Dagegen hilft vorsichtiges Abspülen mit der lauwarmen Dusche. Kälter als 14 Grad sollte die Pflanze niemals stehen.

Zum Düngen empfiehlt Präsident Herker im Sommer ein bis zweimal monatlich Flüssigdünger mit mineralischen Anteilen.

Soll der im Sommer gänzlich ergrünte Weihnachtsstern zur Adventszeit wieder im kräftigen Rot leuchten, benötigt er zuvor eine etwa acht Wochen lange Kurztagsperiode, in der er nur wenige Stunden pro Tag dem Tageslicht ausgesetzt ist. Abdunkeln lässt sich die Pflanze in dieser Phase am besten mit einem großen Karton.