Magdeburg ( rgm ). Die Insulinpumpentherapie ist eine moderne Form der Diabetesbehandlung, die vor allem für Typ 1 Diabetiker geeignet ist. Um diese Methode in der Öffentlichkeit breiter bekannt zu machen, findet am Sonnabend, den, dem 28. November, von 10 bis 14 Uhr eine öffentliche Informationsveranstaltung für Insulinpumpenträger und an der Therapie interessierte Patienten im ZENIT-Forschungsgebäude auf dem Gelände des Universitätsklinikums Magdeburg, Leipziger Straße 44, statt.

Als Referentin ist Ulrike Thurm aus Berlin eingeladen. Die Diabetesberaterin, Sportlehrerin, Marathonläuferin und Buchautorin wird bei dem Treffen auch über ihre eigenen langjährigen Erfahrungen als Insulinpumpenträgerin berichten. Außerdem gibt es Zeit für persönliche Gespräche und den Besuch einer Industrieausstellung. Um telefonische Anmeldung wird gebeten unter 0391-6713258 ( Frau Lohe ).

Von der Insulinpumpentherapie profitieren hauptsächlich jüngere Typ 1 Diabetiker, da sie häufiger einen instabilen Zuckerstoffwechsel im Gegensatz zu Typ 2 Diabetikern ( Altersdiabetes ) aufweisen. In Deutschland tragen ungefähr 40 000 Patienten Insulinpumpen.

Bei der Insulinpumpentherapie wird durch eine batteriebetriebene elektronisch gesteuerte, Pumpe ständig kurzwirksames Insulin über einen feinen Plastikschlauch und eine Nadel, die meistens in der Bauchhaut liegt, verabreicht. " Durch die Insulinpumpe wird die Insulinzufuhr, wie sie bei Gesunden stattfindet, besser nachgeahmt als bei anderen Therapieformen ", bestätigt Oberärztin Dr. Silke Klose vom Uniklinikum.

Eine besondere Stärke ist die genaue Programmierbarkeit der Insulingrundversorgung. Zu den Mahlzeiten ruft der Patient die, passend für die Nahrungsmenge errechnete, Insulindosis als Bolus per Knopfdruck ab, was für andere unbemerkt, z. B. in der Hosentasche, passieren kann.

Dr. Klose : " Durch die Pumpentherapie lässt sich der Tagesablauf sehr flexibel gestalten, denn der Diabetiker kann auch die Insulinrate in verschiedenen Lebenssituationen, z. B. beim Sport, schnell anpassen. " Allerdings müssen Insulinpumpenträger sehr zuverlässig und intensiv geschult sein.