Duisburg - Reisekataloge sollen Urlauber möglichst umfassend über Ferienangebote und Hotels informieren. Ein Test zeigt allerdings: Diesen Anspruch erfüllen sie nur eingeschränkt.

Reisekataloge sind trotz des Internets noch gefragt. Sie informieren aber nicht immer ausreichend. Das hat die Zeitschrift "Clever Reisen" (Ausgabe 1/2015) herausgefunden. Auf den Fotos sei zum Beispiel oft nicht klar, welche Zimmerkategorie abgebildet sei. Eine Beschreibung wie "Wohnbeispiel" sei für Kunden wenig hilfreich. Bei der Hotelsterne-Angabe komme es außerdem oft zu Abweichungen von der Landeskategorie. Aus einem Haus mit drei Sternen werde zum Beispiel ein Vier-Sterne-Plus-Hotel. Solche Hochstufungen würden nur teilweise begründet.

Darüber hinaus kritisieren die Tester, dass die Reisepreise oft nicht deutlich genug dargestellt werden. Der sogenannte Basispreis - also Hin- und Rückflug samt Steuern und Gebühren, der Transfer vor Ort und die Reiseleitung - finde sich in bis zu 18 verschiedenen Versionen in den Katalogen. Mancher Prospekt informiere außerdem zu wenig über Sonderleistungen, moniert "Clever Reisen". Anfallende Kosten etwa für eine Sitzplatzreservierung im Flugzeug oder Ausflüge vor Ort würden oft nur floskelhaft und wenig präzise genannt. Die Zeitschrift hat nach eigenen Angaben die Kataloge der wichtigsten Veranstalter zum Zielgebiet Gran Canaria getestet.